STRUDDEN - Nach vier Jahren ist Michael Schmidt am Sonntag während des letzten Heimspiels der Saison als Verantwortlicher beim Fußball-Bezirksligisten TuS Strudden verabschiedet worden. Eine Erfolgsgeschichte geht damit zu Ende. Allzu schwer fällt dem Fußballtrainer der Abschied jedoch nicht. 'Wir haben eine wirklich tolle Zeit gehabt. Nun ist es aber an der Zeit, dass bei den Spielern neue Reize gesetzt werden', erklärt Schmidt.

Angefangen hatte alles vor vier Jahren, als Co-Trainer. Zusammen mit dem damaligen Trainer Mario Ahlrichs übernahm er in der Saison 2012/13 die Struddener Mannschaft. Der Initiator für die Verpflichtung von Michael Schmidt ist seinerzeit der Kapitän Daniel Schrage, der auch heute noch aktiv ist, gewesen. 'Wir kannten uns schon aus der Jugend. Er hat sich intensiv um mich bemüht', erinnert sich Schmidt zurück. Die Bemühungen sollte sich auszahlen. Denn als Ahlrichs in der Winterpause seitens des Vereins von seinen Aufgaben entbunden wurde, wurde Schmidt vom Co-Trainer zum Cheftrainer befördert.

Im ersten Schritt verpasste die Schmidt-Elf noch den Sprung in die Ostfrieslandliga, dieser aber wurde in der darauffolgenden Spielzeit souverän nachgeholt. In der ostfriesischen Kreisliga angekommen, gelang auf Anhieb der direkte Durchmarsch in die Bezirksliga. Das erste Jahr für den Verein auf Bezirksebene wird am Freitag in Firrel zu Ende gehen, der Klassenerhalt ist den Friedeburger schon seit Wochen nicht mehr zu nehmen und aktuell ist der TuS auch der bestplatzierte Verein aus dem Wittmunder Fußballkreis. Doch nicht nur Spieler und Mannschaft haben sich in den vergangenen Jahren weiter entwickelt, sondern auch der Verein ist weiter gewachsen, wie Michael Schmidt findet.


Im letzten Heimspiel der Saison wurde der Erfolgstrainer nun verabschiedet. 'Ich wusste von gar nichts', sagt Michael Schmidt. Mit neuen Trikots und der Aufschrift 'Danke Micha' bedankten sich die Fußballer und der ganze Verein bei ihrem sichtlich überraschten Trainer. Selbst seine Frau ließ es sich am Sonntag nicht nehmen und schaute auf dem Sportplatz vorbei – war sie doch in der laufenden Saison bei den Heimspielen bisher daheim geblieben.

Seinem Nachfolger, Holger Drieling, wünscht er indes den ähnlichen Erfolg. 'Ich hatte das Glück diese Spieler zu trainieren. Er kann sich auf eine tolle Mannschaft freuen', gibt er seinem Nachfolger mit auf den Weg.

Dem Struddener Fußball wird Schmidt auch in Zukunft treu bleiben. Die Sonntage, so verspricht er, wird er sich zumindest für die Heimspiele frei halten – hat er doch zum Abschied eine Jahreskarte für die Heimspiele in der kommenden Saison erhalten.