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NWZonline.de Region

Studentin bestreitet Mord an Kindern in Schweden

06.08.2008

STOCKHOLM /KöPING Unter anderem mit Angaben über einen Suizidversuch aus enttäuschter Liebe hat sich eine Geschichtsstudentin aus Hannover am Dienstag vor einem schwedischen Gericht in Köping gegen den Vorwurf des zweifachen Kindesmordes verteidigt. Die 32-Jährige bestritt, die beiden ein und drei Jahre alten Kinder der neuen Lebensgefährtin ihres Ex-Freundes mit Hammerschlägen getötet und die Mutter schwer verletzt zu haben.

Als Motiv nimmt die Staatsanwaltschaft Eifersucht an. Die Deutsche hatte sich 2006 im Urlaub auf Kreta in einen Schweden verliebt, der die Beziehung jedoch beendete und später mit der Mutter der beiden getöteten Kinder zusammenzog. Die 23 Jahre alte Frau hatte die Hannoveranerin vor Gericht als Täterin identifiziert und dabei gesagt: „Ich bin mir sicher.“

Bei ihrer Aussage machte Angeklagte einen überwiegend ruhigen und auch überlegten Eindruck: „Es kam schon sehr überraschend, dass er mit mir Schluss gemacht hat. Und es hat mich völlig aus der Bahn geworfen.“ Sie berichtete von einem Suizidversuch mit Schlafmitteln nach ihrem Umzug nach Schweden 2007.

Für den Mordtag am 17. März bestätigte die Deutsche, dass sie von Stockholm aus in die Kleinstadt Arboga fuhr, in der ihr Ex-Freund mit seiner neuen Gefährtin und deren beiden Kindern lebte. Dort habe sie einen Ausgrabungsplatz besucht. Danach sei sie per Bahn direkt wieder in die schwedische Hauptstadt gefahren, sagte die Angeklagte.

Während die Polizei der Studentin den Aufenthalt in Arboga durch Aufnahmen von der Videoüberwachung am Bahnhof nachweisen konnte, fehlen technische Beweise wie die Mordwaffe oder übereinstimmende DNA vom Tatort. Die nach dem Anschlag zehn Tage bewusstlose Mutter der Kleinkinder, einzige Augenzeugin des Doppelmordes, erkannte in der Deutschen die Täterin. Allerdings wurde ihre Aussage durch vom Gericht bestelltes Spezialisten für Gedächtnisverlust als nur bedingt glaubwürdig eingestuft.

Bis zum 19. August sollen noch 56 Zeugen vernommen werden.

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