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Schlittschuh-Spaß im Sommer Aus der Traum vom „Summer on Ice“ in Nordenham

Beim Wintervergnügen Nordenham on Ice  kam die Kunststoffeisbahn erstmals zum Einsatz.

Beim Wintervergnügen Nordenham on Ice kam die Kunststoffeisbahn erstmals zum Einsatz.

Jens Milde

Nordenham - Schlittschuh-Spaß mitten im Sommer auf einer Kunsteisbahn, dazu Getränkestände und Musik: Mit der Veranstaltung „Summer on Ice“ wollte die Stadt Nordenham eine neue Attraktion bieten und für mehr Leben in der Innenstadt sorgen. Doch dieses Vorhaben ist gescheitert – zumindest vorerst. Auf Nachfrage der Nordwest-Zeitung hat Vize-Verwaltungschef Bert Freese bestätigt, dass es mit dem „Summer on Ice“ in diesem Jahr nichts wird. Nach seinen Angaben ließ sich kein Betreiber für die Eisbahn finden.

Fördergelder

Die Stadt Nordenham hatte im vergangenen Jahr mit Zuschüssen aus dem Förderprogramm „Perspektive Innenstadt“ eine 300 Quadratmeter große, in Einzelteile zerlegbare Schlittschuh-Bahn aus Kunststoff erworben. Im Kaufpreis von 150 000 Euro waren auch eine Bande, ein Kufenschleifgerät und 150 Schlittschuh-Paare für den Verleih enthalten. Bei dem mit einem Weihnachtsmarkt verbundenen Wintervergnügen „Nordenham on Ice“ kam die Neuanschaffung erstmals zum Einsatz. Den Betrieb übernahm die Firma Nord-Events aus Brake.

Auf Nord-Events hatten die Stadtverwaltung und der Verein Nordenham Marketing & Touristik auch bei der Planung der Sommer-Version des Eislaufspaßes gesetzt. Doch das Unternehmen winkte aus zeitlichen und personellen Gründen ab. Zudem teilten die Veranstalter aus Brake mit, dass sie den Weihnachtsmarkt und „Nordenham on Ice“ in diesem Jahr ebenfalls nicht mehr ausrichten wollen.

„Die Absage kam so kurzfristig, dass es uns nicht möglich war, einen anderen Betreiber für die Sommerveranstaltung zu finden“, betont Bert Freese. Zurzeit sei auch nicht abzusehen, wer in diesem Jahr die Ausrichtung des Weihnachtsmarktes inklusive Eislaufbahn übernehmen könnte. Er hofft, dass sich bei einer Ausschreibung geeignete Bewerber melden.

Eigentlich hätte der „Summer on Ice“ vom 12. August bis etwa Mitte September auf dem Gelände des sogenannten Pop-up-Parks stattfinden sollen. Dabei handelt es sich um ein Innenstadt-Areal, das seit dem Abriss mehrerer Gebäude brachliegt. Als dort im vergangenen Winter erstmals die neue Kunststoffeisbahn aufgebaut wurde, hatte sich gezeigt, dass der Betrieb der Anlage einen größeren Aufwand erfordert als angenommen.


Zelt erforderlich

Zum Beispiel steht inzwischen fest, dass für einen ebenen Untergrund ein fester Zeltboden unabdingbar ist. Auch eine Überdachung mit einem Zelt ist erforderlich, weil sonst zu viel Schmutz auf der Gleitbahn landet, die ohnehin regelmäßig gereinigt und mit einem speziellen Pflegemittel bearbeitet werden muss. Dafür wiederum ist Personal notwendig. Während der Öffnungszeiten müssen laut Bert Freese mindestens zwei Kräfte vor Ort sein. Schon deswegen komme es für die Stadt Nordenham nicht infrage, die Eisbahn selbst zu betreiben. „Dafür fehlen uns die Leute“, sagt der stellvertretende Leiter der Stadtverwaltung.

Norbert Hartfil
Norbert Hartfil Redaktion Nordenham (Leitung)
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