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Tourismus und Maritimes Vorstoß für Hausboote auf Emder Gewässern

Wasserfläche gibt es genug in Emden, doch so einfach ist es nicht, Hausboote zu platzieren.

Wasserfläche gibt es genug in Emden, doch so einfach ist es nicht, Hausboote zu platzieren.

Ute Lipperheide

Emden - Hausboote, wie man sie von der niederländischen Seite der Ems kennt, sollen auch in Emden liegen können. Das möchten Ratsmitglieder entwickeln. Ein neuer Vorstoß hierfür wurde im jüngsten Stadtentwicklungsausschuss unternommen „Das ist etwas, was wir schon seit Jahren auch nach Emden wollen“, sagte der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Harald Hemken.

Er bekam dafür wohlwollende Zustimmung aus den anderen Fraktionen. Anlass für Hemkens Aussage sind die Erweiterungspläne der Jugendherberge in Emden, die entsprechende Hausboote am Schleusenknechtehaus im Fehntjer Tief platzieren will. Dort heißen sie neudeutsch Floating Houses.

Genehmigungsdschungel

Aber so ganz einfach ist das nicht, Hausboote auf Emdens Wasserwegen zu etablieren, erklärte Emdens Stadtplaner David Malzahn. Dagegen spricht zum Teil die niedersächsische Gesetzgebung. Ein Hausboot ohne Motor und Ruder verlangt eine Genehmigung wie ein Einfamilienhaus. Und das ist eben an vielen Stellen gar nicht möglich.

So ganz verstehen mag das keiner, zumal in Hamburg eine andere Gesetzgebung gilt. Keine Genehmigung braucht ein Hausboot, wenn die Seitenlänge einen Wert von 20 Metern nicht übersteigt, es auf dem Wasser bewegt werden kann und einen eigenen Motor und ein Steuerrad besitzt. Dann handelt es sich nämlich um ein Sportboot. Diese sind für die Nutzung im Sport- und Freizeitbereich zugelassen.

Doch von diesem Genehmigungsdschungel wollen die Emder Ratsmitglieder sich nicht abwimmeln lassen. „Ist doch egal, ob mit oder ohne Motor. Da muss man versuchen, die Genehmigungsgrundlage neu zu schaffen“, sagte Jochen Eichhorn, Vorsitzender der Fraktion Gemeinsam für Emden (GfE).


Beispiel „Tammy“

Der Wunsch nach mehr Hausbooten in der Stadt ist groß. Nach den Statements der Fraktionen zu urteilen, ist der Markt dafür vorhanden. Das bestätigten im Ausschuss auch Vertreter des Jugendherbergswerks.

Wie schwierig es mit der Genehmigung sein kann, dafür ist das Hausboot „Tammy“ im Alten Binnenhafen ein Beispiel. Das Boot darf zwar als Veranstaltungsort genutzt werden, jedoch nicht als Ferienwohnung, wie es vom Erbauer geplant war.

„Wir haben viel Platz für Hausboote auf Emdens Wasserstraßen. Das würde viel mehr Flair in die Stadt bringen. Da müssen wir ran“, formulierte SPD-Ratsherr Gregor Strelow den Wunsch der Fraktionen. FDP-Fraktionschef Erich Bolinius – er sitzt seit 42 Jahren im Emder Rat– erinnerte an die vielen Vorstöße, die es von seiner Seite dazu bereits gegeben habe: „Vielleicht schaffen wir es ja nun.“

Ute Lipperheide
Ute Lipperheide Emder Zeitung
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