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Touristiker ziehen Bilanz Regen schadet Campingsaison im Harlingerland und Wiesmoor nicht

Trotz verregnetem August können sich die Touristiker über steigende Übernachtungszahlen freuen.

Trotz verregnetem August können sich die Touristiker über steigende Übernachtungszahlen freuen.

dpa

Wittmund/Wiesmoor/Bensersiel - Mit dem Ablauf der Campingsaison 2023 ziehen die Touristiker an der Küste Bilanz. Hat der verregnete August zu einem Einbruch in den Übernachtungszahlen geführt? Oder konnten sich die Campingplatzbetreiber weiterhin über ein hohes Gästeaufkommen freuen? Wir haben nachgefragt.

Frühere Abreise

„Wir haben natürlich an den verregneten Tagen bzw. Wochenenden Rückgänge bei den kurzfristigen Buchungen und Buchungsanfragen verspürt“, berichtet Marcus Harazim, Marketingleiter der Nordseebad Carolinensiel-Harlesiel GmbH. Die Auswirkungen seien insgesamt aber eher gering gewesen. Für den Bereich Camping und Wohnmobilstellplatz (ohne die Übernachtungen der Saisoncamper) gab es in Carolinensiel in der diesjährigen Saison 30. 352 Gäste. Das sind in etwa 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Übernachtungen ist bis zum Ablauf der Saison am 4. Oktober auf 100. 743 (etwa 7 Prozent mehr als im Vorjahr) gestiegen. „Wir sind sehr zufrieden. Insbesondere die Nachfrage nach Wohnmobilstellplätzen ist ungebremst. Hier wurde auch deutlich, dass viele Wohnmobile, die während oder kurz nach der Pandemie bestellt worden sind, erst jetzt ausgeliefert wurden, viele unserer Gäste sind daher in diesem Jahr erstmalig mit dem Wohnmobil verreist“, sagt Harazim.

Für den Camping- und Bungalowpark Ottermeer in Wiesmoor sei der Sommer eine Herausforderung gewesen, berichtet Anita Blöchl. Einige Gäste seien aufgrund des schlechten Wetters frühzeitig nach Hause gefahren. „Erfreulicherweise können wir im touristischen Bereich die Übernachtungszahlen zum Vorjahr leicht steigern“, sagt Blöchl.

Stürmischer Aufenthalt

Auch Claudia Eilts, Geschäftsführerin der Esens-Bensersiel Tourismus GmbH, berichtet von einigen „spannenden“ Momenten im Sommer. „Während eines Sturms im Sommer hatten wir gerade eine Gruppe mit Heimkindern mit Zelten bei uns zu Gast, die dann vom Wetter überrascht wurden. Wir haben dann für eine alternative, trockene Schlafmöglichkeit gesorgt und am nächsten Morgen die Gruppe zum Gruppenfrühstück im Haus am Sommerdeich eingeladen“, berichtet die Geschäftsführerin. Bis zum 30. September gab es hier 140. 000 Übernachtungen auf dem Campingplatz. Das würde sich mit dem Ergebnis aus dem Vorjahr decken. „Die Saison war durch das schlechte Wetter im Juli/August sehr durchwachsen. Besonders erfreulich sind aber die Gästezahlen in der Nordseetherme, die an vielen Tagen mehr als 1000 Gäste zählen konnte“, berichtet Eilts weiter.

Seine erste Saison erlebte der Campingplatz Friesensee in der Wittmunder Ortschaft Isums. Frederik Kuipers, Prokurist beim Friesensee, blickt zufrieden auf den Start zurück. Konkrete Zahlen liegen derzeit noch nicht vor, aber gerade an den verlängerten Wochenenden haben etwa 400 Personen den Weg nach Isums gefunden. Die Nachfrage sei „extrem“ gewesen, sagt der Prokurist.

Kim-Christin Hibbeler
Kim-Christin Hibbeler Redaktion Wittmund
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