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NWZonline.de Region

Unglücks-Übergang soll Schranke bekommen

11.01.2017

Cloppenburg Bei einem tragischen Unglück verlor am Dienstag ein 42-Jähriger sein Leben bei einem Unfall mit einem Zug der Nordwest-Bahn. An einem unbeschrankten Bahnübergang in Cloppenburg bohrte sich der Zug beim Aufprall in die Seite des Wagens. Für den Autofahrer kam jede Hilfe zu spät.

Sicherheits-Tipps

An unbeschrankte Bahnübergänge darf nur langsam herangefahren werden. Überholen ist verboten. Bis zu zehn Meter vor Andreaskreuzen darf nicht geparkt werden, wenn sie dann verdeckt werden.

Das Radio muss ausgeschaltet werden, beschlagene Seitenscheiben sind herunterzulassen. Auf akustische und optische Zugsignale ist zu achten.

Nie mit dem Fahrzeug auf Bahnübergänge fahren, wenn dahinter nicht eine Wagenlänge Platz ist.

Auf einem Bahnübergang darf nie geparkt werden.

Als Fußgänger oder Radfahrer Bahnstrecke nur an Bahnübergängen passieren.

Der Unglücks-Übergang ist einer von rund 17 000 Bahnübergängen im Netz der Deutschen Bahn (DB). Rund 180 von ihnen sind mit Lichtzeichen gesichert, einer Art Mini-Ampel. Damit gehört der Bahnübergang am Cloppenburger Brookweg zu einer Minderheit. Weit über 7000 Bahnübergänge – und damit die meisten – sind zusätzlich mit Schranken oder Halbschranken gesichert. Das geht aus einem Bericht der Bundesregierung vor, der der NWZ  vorliegt.

Geht es nach der DB, dann ist jeder Bahnübergang einer zuviel, sagt eine Sprecherin auf Anfrage. Verschwinden wird der Übergang am Brookweg wohl nicht. Eine Schranke soll er bekommen, wünscht sich die Stadt Cloppenburg. „Dazu müsste die Bahn auf uns zukommen“, sagt Stadt-Sprecher Klaus Niemann. Die Kosten für einen Bahnübergang müssen sich Stadt, Bahn und Bund nämlich teilen. Das regelt das sogenannte Eisenbahnkreuzungsgesetz. Rund 500 000 Euro soll eine Variante mit Halbschranken kosten, sagt die Sprecherin der Bahn.

In diesem Fall sollte der Brookweg ohnehin saniert werden, sagt Stadt-Sprecher Niemann. Ein guter Zeitpunkt, um auch den Bahnübergang neu zu gestalten.

Die Straße sei in einem derart schlechten Zustand gewesen, dass dort nur noch Anlieger und landwirtschaftlicher Verkehr freie Zufahrt gehabt hätten.

Tobias Schwerdtfeger Leitung / Regionalredaktion
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