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NWZonline.de Region

Angekommen auf dem Berg der Kreuze in Litauen

30.06.2019

Unterwegs Tag 14 unterwegs auf der Baltic Sea Circle Rallye: Der Wetterbericht verspricht Sonnenbrille und kurze Hose. Endlich.

Doch so sehr meine Mitfahrerin Steffi und ich uns über das bessere Wetter freuen, so unpassend war es irgendwie für die Tagesaufgabe am Freitag. Von Höhe Rige aus ging es nämlich zu einem ganz besonderen Ort zwölf km nördlich vom litauischen Šiauliai (deutsch: Schaulen). Dort liegt nämlich der Kryžių kalnas oder auf deutsch der Berg der Kreuze. Schon vom Parkplatz aus sind die großen Kreuze und die mittig vor dem Hügel stehende Jesus-Figur deutlich zu sehen.

Mit jedem Schritt, den wir weiter auf den Hügel, ein Berg ist es nämlich eigentlich nicht, zugehen, wird deutlich, dass es kaum einen Fußbreit Hügel gibt, der nicht von Kreuzen, Madonnen- oder Jesus-Anhänger oder anderen religiösen Symbolen bedeckt ist.

Alte Kreuze, die unterm Zahn der Zeit schon sehr gelitten haben und nicht mehr stehen, liegen auf Haufen inmitten der noch jüngeren Kreuzen. Manche sind mit Namen oder Fotos versehen, andere verraten ihre Herkunft nicht oder nicht mehr. Meine Erziehung sagt mir, dass kurze Hose hier nicht angebracht ist, also werden die Beine bedeckt.

Es ist ein besonderer Ort, auch dann, wenn sich gerade eine Busladung voller russischer Touristen vom Parkplatz aus auf den Weg gemacht hat. Sie machen Fotos. Wir auch, aber deutlich weniger. Wir müssen noch ein Kreuz aufstellen, welches wir kurz vorher selbst am Wegesrand gebastelt haben. Ein Foto damit ist die Tagesaufgabe. Irgendwie makaber, aber nun.

Ich habe zudem noch ein zweites Kreuz gebastelt, ein ganz Besonderes. Als ich es aufstelle, blenden sich kurz die Menschen um mich heraus aus. Ich bin nicht gläubig, aber Menschen, die ich kenne, sind es. Ein paar von ihnen ist dieses eine Kreuz jetzt gewidmet.

Kreuze auf dem Kryžių kalnas. (Foto: Claus Hock)

Es ist etwas still bei uns im Auto, als wir wieder weiterfahren. Das liegt zum Teil an der Grundmüdigkeit, die sich nach so vielen Tagen unterwegs eingestellt hat. Aber auch am Hügel voller Kreuze. Es dauert ein paar Kilometer, bis sich der normale Auto-Modus wieder einstellt. Ab da ist es auch wenig spektakulär, gegen 17 Uhr Ortszeit erreichen wir Polen. Zwei Länder haben wir heute durchfahren.

Wo wir die Nacht verbringen, wissen wir tatsächlich nicht. Wir haben die masurische Seenplatte grob als Ziel angepeilt, lassen uns aber treiben. Hamburg rückt näher.

Claus Arne Hock Redakteur / Online-Redaktion
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