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NWZonline.de Region

Tuckern des Schiffsdiesels als Belohnung

20.06.2019

Unterwegs Der Schiffsdiesel der Lofoten-Fähre springt an, ein Rumpeln fährt durch den Boden, erst etwas unruhig, bis Motor und Schiff ihren Rhythmus finden. Dann gleitet die Fähre ruhig von Bodø aus in Richtung Lofoten. An Bord sind wir und zahlreiche weitere Teams der Baltic Sea Circle Rallye. Es ist 3 Uhr morgens am Mittwoch, 13. Juni.

Meine Mitfahrerin Stefanie Karg schläft, kaum dass sie sich in einen der Sitze auf dem Passagierdeck hat fallen lassen. Unsere Nacht war kurz. Erst nach Mitternacht haben wir, trotz frühen Starts, das norwegische Bodø erreicht. Losgefahren waren wir um 8 Uhr. Zunächst hatten wir uns etwas verfahren, dann kostete die Surströmming-Aufgabe Zeit und schließlich sind wir irgendwie in den Rallye-Modus gewechselt. Erstmals seit den Start in Hamburg haben wir versucht, bewusst eher abseits der Hauptstrecke unterwegs zu sein. Eine gute, aber auch schlechte Entscheidung.

Die Teams der Baltic Sea Circle Rallye erleben faszinierende Landschaften. Bild: Claus Hock

Schlecht, weil sie uns sehr viel Zeit gekostet hat. Die Straßen, auf denen wir einen Großteil des Tages unterwegs waren, waren bessere Buckelpisten. Tempo 40 war teilweise schon gewagt. Als wir wieder auf die ausgebauten Straßen wechselten, hatten wir kaum Kilometer geschafft, dafür aber viel Zeit verbraucht. Ungefähr 600 Kilometer und acht Stunden Fahrt, das lässt Google Maps einen wissen, sind es von Strömsund bis Bodø eigentlich. Bei uns waren es 740 Kilometer und 16 Stunden hinterm Steuer.

Hier finden Sie alles zur Baltic Sea Rallye

Gut war die Entscheidung trotzdem, weil auch solche Erfahrungen zur Rallye gehören. Weil wir Ecken gesehen haben, die wir sonst nie sehen würden, weil sich das Tuckern des Schiffsdiesels am Beginn des 5. Rallyetages fast anfühlt wie eine Belohnung. Immerhin haben wir am Dienstag Teile von Schweden und Norwegen durchquert, haben Rentiere gesehen, den Polarkreis überschritten, sind im Juni über Schnee gelaufen, einen widerlichen Fisch gegessen, von Wolken verhangen Berge und reißende Schmelzwasserflüsse gesehen.

Imposant: ein Rentier Bild: Klaus Hock

Die Fahrt von Bodø zu den Lofoten wird etwas mehr als drei Stunden dauern. Drei Stunden, in denen der Fuß nicht andauernd in nahezu unveränderter Position auf dem Gaspedal ruht. Zeit, in denen die Toilette nicht erst gesucht oder improvisiert werden muss, in der sich die Beine vertreten nicht gleichbedeutend ist mit: Wir werden erst später am Zielort ankommen.

Ähnliche Gefühle kann man sicher auch im Gesicht des einen oder anderen Rallye-Teilnehmers lesen. Viele schlafen aber einfach nur. Schlafen oder Aussicht genießen, schlafen oder Kaffee. Schlafen oder schlafen.

Schlafen, Aussicht genießen, Kaffee trinken: Claus Hock mit seinem Rallye-Bus
Claus Arne Hock Redakteur / Online-Redaktion
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