• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region

We did it! Endlich am Nordkap

22.06.2019

Unterwegs „Kaufste dir noch ‘ne dicke Jacke bevor es los geht?“, fragte ich mich ein paar Tage vor der Rallye. So eine richtige Outdoor-Jacke. Nicht sowas für die norddeutschen Winter, wie ich ansonsten besitze. Als ich die Preise für derartige Kleidung sah, zweifelte ich noch mal, kaufte die Jacke dann aber doch. Zum Glück.

Als ich am Freitagmorgen mein Zelt, welches neben dem von Steffi am Fjord bei Nordkiosfjellet stand, öffnete, fröstelte ich das erste Mal seit Beginn der Rallye so richtig. Noch kein Anlass für die Jacke, aber schon kühl. Als wir uns dann entspannt Richtung Nordkapp (so heißt die Gemeinde) und damit auch Richtung Nordkap (so heißt das Kap) aufmachten, herrschte strahlender Sonnenschein mit schwachem bis mäßigem Wind. Der perfekte Sommerwetterbericht also. Obwohl wir den Polarkreis schon deutlich hinter uns gelassen haben, lagen die Temperaturen unterwegs mitunter bei 19 Grad. Die Jacke flog also wieder auf die Rückbank der Birdbox, unseres T4.

Die Route, rund 400 Kilometer waren es am Freitag, führte uns immer entlang der Europastraßen Richtung Norden. Auf die Karte gucken war da kaum nötig, so dass sowohl Steffi als auch ich uns mehr auf die Landschaft konzentrieren konnten. Die Fahrt führte uns an zahlreichen Fjorden, Schneeresten und Bergen vorbei. Typisch Norwegen, aber mit Musik im Ohr auch der perfekte Roadtrip.

Unsere gute Laune vom Vortag hielt sich auch am Freitag durchgängig. Das einzige, was neben der Tankfüllung, immer weniger wurde: die Bäume. Je näher das Nordkap, desto karger die Landschaft. Die Bäume wurden zunächst kleiner und verschwanden dann eigentlich völlig. Die karge, steinige, nordische Landschaft zeigte sich von ihrer schönsten Seite. Rentierherden säumten immer häufiger den Weg, Schmelzwasserflüsse und Fjorde säumten die Straßen, zwischendurch Seen mit spiegelglatten Oberflächen. Wir konnten nicht anders und hielten regelmäßig an, um die Gegend auf uns wirken zu lassen.

Mit jedem Stopp wurde aber auch das Bedürfnis größer, die Jacke wieder vom Rücksitz zu holen. Ohne hinderliche Vegetation pfiff uns der Wind um die Ohren, sobald wir den schützenden Multivan verließen.

Was der Nordwind derweil wirklich drauf hat, das stellte er in der Gemeinde Nordkapp und dann schließlich am Kap unter Beweis. Steffi, nicht nur im Vergleich zu mir ein Fliegengewicht, hatte am Kap arge Probleme, gegen den Wind anzulaufen. Mit einer stützenden – und vor allem schiebenden Hand – im Rücken, ging es dann aber.

Jetzt, es ist kurz vor 19 Uhr, sitzen wir das erste Mal seit Rallye-Start in Hamburg in einer kleinen Hütte mit Heizung und vor allem zwei Betten, um die Nacht zu verbringen. Eine Art Belohnung für das Erreichen des Zwischenziels. Die Nudeln kochen und Steffi und ich gucken uns alle paar Minuten an und einer von uns beiden sagt dann immer: „Wir waren am Nordkap!“

So richtig realisiert haben wir es noch nicht. Wir waren wirklich da, nicht am nördlichsten Punkt Europas, der ist etwas weiter östlich auf der Nordkinnhalbinsel, aber am nördlichsten Punkt dieser Rallye. Ab jetzt ist alles Rückweg. Nach sieben Tagen, vier Ländern und rund 3000 Kilometern fahren wir am Samstag nach Finnland und dann übers Baltikum zurück. Aber erst werden wir um 4 Uhr nachts (aber: die Sonne scheint) noch ein Foto mit der Birdbox vor dem Nordkap-Globus machen. Denn auch wenn unser T4 so seine Macken hat, bislang hat er uns keine Sekunde ernsthaft im Stich gelassen. Da muss auch Teammitglied Nummer 3 natürlich mit aufs Bild – wie gut, dass der Platz extra für die Rallyteilnehmer geöffnet wird.

Alle Beiträge im NWZ-Spezial

Claus Arne Hock Redakteur / Online-Redaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2154
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.