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NWZonline.de Region

Finnland muss sich noch beweisen

23.06.2019

Unterwegs Zum zweiten Mal ans Nordkap ging es für uns und viele weitere Rallye-Teilnehmer am Samstagmorgen. Nicht, dass wir auf dieser zugigen und kalten Ebene etwas vergessen hätten, nein: Von 4 bis 6 Uhr morgens war es uns und den anderen erlaubt, bis zum Globus vor zufahren und Fotos mit dem Auto vor dem Nordkap-Globus zu machen.

Klingt spannender und ehrenvoller als es ist: Zahlreiche Autos waren vor uns da, mehr als eine Stunde Stop-and-Go bis zur Weltkugel, schnell aus dem Auto raus, dem nachfolgenden Team die Kamera in die Hand gedrückt, zwei Motive geschossen und dann wieder den Platz räumen. Eine ganz besondere Erinnerung bleibt es aber natürlich trotzdem.

Freudestrahlend vor dem Nordkap-Globus: Steffi Karg und Claus Hock

Das war, um ehrlich zu sein, aber auch das Aufregendste des mittlerweile achten Rallye-Tages. Das mag daran liegen, dass Tage nach besonderen Höhepunkten es immer schwer haben, zu begeistern. Das mag aber auch an Finnland liegen. Oder an der Straße, die uns zu unserem heutigen Etappenziel Ivalo in Lappland gebracht hat. Die ist nämlich langweilig. Sehr langweilig. Die Landschaft ist noch die gleiche wie in Norwegen, nur gibt es an den Straßenrändern außer kleineren Bäumen meist nicht viel zu sehen.

Zeit, sich über die kleinen und größeren Besonderheiten der Baltic Sea Circle Rallye Gedanken zu machen: Ab dem Polarkreis nimmt die Zahl der Toiletten, bei denen man die Spülung auf dem Kasten nicht drücken, sondern nach oben ziehen muss, zu; unser T4 hat mittlerweile mehr Aufkleber als zu Beginn der Fahrt; Rentier-Burger sind wirklich, wirklich lecker; noch lebende Rentiere sind ein wahres Verkehrshindernis (nicht nur in Finnland); wir haben mehr erschlagene Mücken an der Innen-, denn an der Außenseite der Windschutzscheibe und in Finnland können wir wieder mit Euros bezahlen. Ja, wir hatten durchaus Zeit, als wir unterwegs waren.

Interessante Begegnungen beim Einkaufen: Nordkap-Reisende mit Treckern. Bild: Claus Hock

Finnland hat uns bislang zwar noch nicht seine – zweifelsohne vorhandene – schöne Seite gezeigt. Aber wenn wir an Norwegen zurückdenken, sind wir guter Dinge, dass sich das noch ändern wird. Apropos Norwegen: Auf dem Weg zum Kap kam uns das Team Miata Vänskap, welches zum Teil aus Oldenburg kommt, entgegen. Die beiden jungen Frauen haben es tatsächlich geschafft und sind in ihrem MX 5 mit offenem Verdeck zum Nordkap gefahren. Auch das Team Baltic Roadrunner (Ulm/Nordenham) haben wir zwischenzeitlich wieder getroffen. Auch da scheint soweit alles zu laufen. Einen morgendlichen Kaffee gab es noch vom Team Lost NordOst (Gehlenberg/Friesoythe), die wir später noch beim Einkaufen getroffen haben. Genau wie zwei Männer aus Heilbronn, die auch zum Nordkap unterwegs waren – in zwei alten Deutz Treckern mit Anhängern. Seit drei Wochen seien sie schon unterwegs.

Die Ammerländer luden den abgefallen Auspuff des anderen Teams kurzerhand aufs Dach. Bild: Claus Hock

Damit uns Finnland nicht zu langweilig wird, haben wir uns mindestens für heute mit dem Ammerländer Racing Team zusammengetan. Die drei Ripken-Brüder haben genau wie wir CB-Funk an Bord, was die Kommunikation über kürzere Distanzen deutlich einfacher macht. Nur mussten wir die Ammerländer und die ebenfalls mitreisenden Fahrer von “Das Provisorium” (Team) dann doch recht früh wieder zurücklassen. Das Provisorium machte seinem Namen nämlich alle Ehre und verlor zwischendurch den Auspuff.

Die Ammerländer luden den Auspuff kurzerhand auf das Dach ihres T4s und fuhren mit dem anderen Team eine Werkstatt suchen. Wie das genau ausgegangen ist, wissen wir noch nicht. Aktuell, 17.27 Uhr örtliche Zeit, also eine Stunde vor der Heimat, stehen wir auf einem Parkplatz und warten auf die Ammerländer. Denn: die Tagesherausforderung will noch erledigt werden, wir müssen mit möglichst vielen Teams ein Feuer entzünden.

Am Sonntag wird es dann, laut Aufgabenbuch, weihnachtlich. Wir lassen uns überraschen und hoffen auf die sonnige und spannende Seite Finnlands.

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Claus Arne Hock Redakteur / Online-Redaktion
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