• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Vechta Blaulicht

Revision: Mit Messer zweimal auf Freund eingestochen

26.06.2020

Bakum /Oldenburg Rechtskräftig geworden ist das Urteil der großen Jugendkammer des Oldenburger Landgerichtes gegen einen 21-Jährigen aus Bakum, der zweimal lebensbedrohlich auf einen Freund eingestochen hatte. Der Bundesgerichtshof hat die Revision des Angeklagten gegen das Urteil als unbegründet verworfen. Das bestätigte am Donnerstag Richter Torben Tölle, Pressesprecher des Landgerichts.

Die Kammer unter Vorsitz von Richter Dr. Dirk Reuter hatte den Angeklagten im November vorigen Jahres schuldig gesprochen und wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Jugendgefängnis-Strafe von zwei Jahren und acht Monaten verurteilt. Gegen dieses Urteil hatte der 21-Jährige über seinen Anwalt Revision eingelegt. Er wollte in Notwehr gehandelt haben und freigesprochen werden. Doch die Kammer sah das anders.

In der Tatnacht hatten sich mehrere Freunde in der Wohnung des späteren Opfers getroffen, darunter der Angeklagte. Es wurde Rauschgift konsumiert. Dann verließen der Angeklagte und die anderen Freunde die Wohnung, um essen zu gehen. Das spätere Opfer legte sich schlafen. Spät nachts kehrten der Angeklagte und die anderen aber wieder zurück. Man wollte in der Wohnung übernachten.

Das aber wollte das spätere Opfer nicht. Es machte von seinem Hausrecht Gebrauch und forderte alle auf, die Wohnung zu verlassen. Es kam zu einem Streit, in dessen Verlauf der Angeklagte sein Messer zückte und zweimal auf das Opfer einstach. Die Stiche hatten die Lunge getroffen. Nur eine sofortige Notoperation konnte das Leben des jungen Mannes retten.

Der Angeklagte indes hatte die Vorwürfe bestritten. Er sei von dem Wohnungsinhaber geschlagen worden und habe sich nur gewehrt. Das Gericht war aber davon überzeugt, dass der Angeklagte die Konfrontation begonnen und ohne Rechtfertigungsgrund auf das Opfer eingestochen hat. Der Bundesgerichtshof hat nun die Überzeugung und Feststellungen der Reuter-Kammer im vollen Umfang geteilt. Deswegen war die Revision des Angeklagten auch zu verwerfen.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.