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NWZonline.de Region Vechta Blaulicht

Justiz: Ebay-Betrug: Gefängnisstrafe

27.10.2020

Holdorf /Vechta /Oldenburg Weil er seine Spielsucht finanzieren musste, hat sich ein 23 Jahre alter Mann aus Holdorf Ebay-Betrügereien zuschulden kommen lassen. Dafür muss er nun für eineinhalb Jahre ins Gefängnis. Ein entsprechendes Urteil des Amtsgerichtes in Vechta hat das Oldenburger Landgericht am Montag in zweiter Instanz bestätigt. Seit seinem 16. Lebensjahr verspielt der Angeklagte, der gerade Vater geworden ist, Geld in Spielotheken oder online.

Für einen Schulabschluss blieb keine Zeit. Der 23-Jährige ist mehrfach vorbestraft und saß bereits zweimal im Gefängnis. Das letzte Mal wurde er auf Bewährung etwas eher entlassen. Die Spielsucht aber blieb. Dafür benötigte der Angeklagte Geld. Und so bot er auf Ebay Waren an, kassierte Vorkasse, lieferte die Waren aber nicht. Die hatte er nämlich gar nicht. Gut 3000 Euro hat sich der Angeklagte so ergaunert.

Dem Amtsgericht in Vechta hatte das gereicht. Wegen der neuen Betrügereien wurde der Angeklagte erneut zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Gegen dieses Urteil hatte der 23-Jährige dann Berufung eingelegt. Sein Wunsch war eine Bewährungsstrafe. Der Angeklagte zeigte Reue, Einsicht und weinte. Doch es nutzte nichts. Das Landgericht konnte ihm keine Bewährung geben.

„Der Angeklagte ist auf einem guten Weg, doch dieser Weg ist noch nicht zu Ende“, sagte der Vorsitzende Richter. Für die Annahme einer günstigen Sozialprognose als Vorbedingung für eine Bewährungsstrafe reiche es noch nicht. Der 23-Jährige hat in der JVA damit begonnen, seinen Schulabschluss nachzuholen. Er hat sich auch um eine Therapiestelle bemüht, um seine Spielsucht in den Griff zu bekommen. „Alles richtige Ansätze“, so der Vorsitzende. Gerade wegen des Schulabschlusses und der Therapie sei es wichtig, dass der Angeklagte vorerst in Haft bleibe. Wenn alles gut laufe, könne man darüber nachdenken, ob nach der Verbüßung von drei Vierteln der Strafe eine Entlassung möglich sein könnte.

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