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NWZonline.de Region Vechta Blaulicht

Bewaffnetes Handeltreiben: Lohner muss für sieben Jahre ins Gefängnis

17.10.2018

Lohne /Oldenburg Im Prozess gegen den 30 Jahre alten Mann aus Lohne, der sich wegen bewaffneten Handeltreibens mit Rauschgift vor dem Oldenburger Landgericht verantworten musste, ist der Angeklagte am Dienstag zu einer Gefängnisstrafe von sieben Jahren verurteilt worden. Die Kammer unter Vorsitz von Richter Nils Knobloch war davon überzeugt, dass der 30-Jährige im großen Stil mit Rauschgift gehandelt hat. Wie berichtet, waren in der Wohnung des Angeklagten und in einem Erdloch im Garten mehr als fünf Kilogramm Rauschgift gefunden worden.

Was die Sache besonders brisant machte, war der Umstand, dass in der Nähe der Drogen griffbereit Waffen (Machete, Pistole, Baseballschläger) lagen. Das erfüllt den Tatbestand des bewaffneten Handeltreibens mit Rauschgift. Das ist ein Verbrechenstatbestand und ist mit einer Mindeststrafe von fünf Jahren Gefängnis bedroht. Der Angeklagte hatte die Vorwürfe bestritten. Er habe die Drogen nur für einen Bekannten aufbewahrt. Das Gericht glaubte das aber nicht.

Der Angeklagte, der mit seiner Frau und seinen beiden kleinen Kindern die Wohnung bewohnte, hatte auch Drogen in der Küche gelagert. Es habe dort stark nach Marihuana gerochen, so Polizeibeamte. Und was den Bunker im Garten anging: Da wollte der Angeklagte besonders clever gewesen sein. Auf den Erdbunker hatte er das Spielzeug seiner Kinder gelegt. Das mag vielleicht Menschen beeindrucken, aber keinen Drogenspürhund.

Das Gericht wertete den Umstand, dass die Drogengeschäfte des Angeklagten unter den Augen und Nasen seiner beiden kleinen Kinder stattfanden, ganz erheblich strafschärfend. Ins Visier der Ermittler war auch die Frau des Angeklagten geraten. Sie soll von der Existenz der Drogen und der Waffen gewusste haben.

Gegen die Frau läuft ein gesondertes Verfahren. Ob ihr allerdings die Vorwürfe nachzuweisen sind, ist eher fraglich. Der Angeklagte war einen Tag vor dem Drogenfund verhaftet worden. Als am nächsten Tag die Durchsuchung stattfand, waren die Drogen noch im Versteck. Hätte die Frau von dem Versteck gewusst, hätte sie die Drogen wohl beseitigt.

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