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NWZonline.de Region Vechta Blaulicht

Sexueller Missbrauch In 18 Fällen: Mann aus Lohne soll Nacktfotos von Kindern gefordert haben

22.05.2020

Lohne /Oldenburg Wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern in 18 Fällen, Verschaffen und Besitz kinderpornografischer Schriften und Nötigung ist auf Antrag der Staatsanwaltschaft Oldenburg gegen einen 27-jährigen Mann aus Lohne Haftbefehl erlassen worden. Das teilten die Staatsanwaltschaft Oldenburg und die Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta am Mittwochnachmittag mit. Der Beschuldigte befindet sich seit Mittwoch in Untersuchungshaft.

Der Beschuldigte ist dringend verdächtig, über verschiedene soziale Netzwerke Kontakt zu Kindern aus dem Bundesgebiet sowie aus Österreich aufgenommen und sich durch die Verwendung von falschen Identitäten das Vertrauen der Kinder erschlichen zu haben. Dieses Verhalten wird Cyber-Grooming genannt, heißt es in der Mitteilung. Dabei soll er sich überwiegend als junges Mädchen ausgegeben, und die Kinder zunächst dazu gebracht haben, Nacktfotos von sich an ihn zu übersenden. Außerdem soll er weitere Bilder und Videos gefordert haben, auf denen die Kinder unbekleidet waren und sexuelle Handlungen vornahmen. Für den Fall der Verweigerung dieser Handlungen soll der Beschuldigte den Kindern die Veröffentlichung der ihm bereits vorliegenden Bilder in sozialen Netzwerken angedroht haben. Weil es sich bei den Opfern um Kinder handelt, wird der Mann des sexuellen Missbrauchs in 18 Fällen beschuldigt.

Die Verhaftung des Beschuldigten ist das Ergebnis umfangreicher Ermittlungsarbeit der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta und der Staatsanwaltschaft Oldenburg. Die Ermittlungen dauern noch an, heißt es in der Mitteilung. Es besteht auch der Verdacht, dass weitere Kinder Opfer gleich gelagerter Straftaten geworden sein können.

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Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass insbesondere Eltern beziehungsweise Erziehungsverantwortliche Kinder und Jugendliche über die Risiken des Internets und das Versenden von persönlichen Daten und Fotos sprechen.

Cyber-Grooming finde häufig auch in populären Online-Spielen, Sozialen Medien oder Portalen statt. Daher bestehe eine nicht geringe Wahrscheinlichkeit, dass Kinder und Jugendliche dort auf Pädophile oder Personen treffen, von denen sie später zu weiteren Handlungen genötigt oder erpresst werden.

Eltern und Fachkräfte sollten sich als Vertrauenspersonen anbieten und nicht mit Strafen drohen oder dementsprechend handeln. Informationsmöglichkeiten, Beratungsstellen und Hilfsangebote bieten der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs sowie die Präventionsbeauftragten der Polizei Niedersachsen an.


Mehr Infos unter   beauftragter-missbrauch.de/praevention/sexuelle-gewalt-mittel-digitaler-medien/cybergrooming 
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