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NWZonline.de Region Vechta Blaulicht

Lohner haarscharf am Gefängnis vorbei

14.08.2019

Lohne /Vechta /Oldenburg Das war haarscharf am Gefängnis vorbei. Das Oldenburger Landgericht hat am Dienstag in zweiter Instanz ein Urteil des Amtsgerichts in Vechta aufgehoben und einen 39 Jahre alten Mann aus Lohne wegen tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte, versuchter gefährlicher Körperverletzung und Nötigung zu eineinhalb Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Nach dem ersten Urteil hätte der Angeklagte die Strafe absitzen müssen. Doch das Gefängnis bleibt dem Familienvater nun erspart.

Der Lohner hatte einen Polizeibeamten mit einem Baseballschläger angegriffen. Er war zuvor mit einem Blutalkoholwert von 2,2 Promille aus seinem Fahrzeug geholt worden. Der Angeklagte hatte sich äußerst aggressiv gezeigt. Dann war er zum Kofferraum seines Fahrzeugs gegangen und hatte einen Baseballschläger hervorgeholt. Damit bedrohte er den Beamten. Der Angeklagte schwang den Schläger durch die Luft und kam immer näher.

Der Polizist wich zurück. Der Angeklagte folgte. Als er sein Vorhaben, den Beamten mit dem Schläger zu treffen, nicht aufgab, zückte der Polizist seine Dienstwaffe, den Finger noch nicht am Abzug. „Schläger weg oder ich schieße“, rief der Polizist. Der Angeklagte indes ließ sich nicht überzeugen. Er kam immer näher, so nah, dass der Schläger den Beamten nun in Kürze treffen würde. Der Polizist legte nun den Finger an den Abzug. In dieser äußerst brisanten Situation blieb der Beamte aber besonnen. Er schoss nicht. Stattdessen sprühte er dem Angeklagten Pfefferspray ins Gesicht. Das half auch.

Einige Monate später hatte der Angeklagte einen ähnlichen Angriff gegen einen anderen Beamten gestartet, ebenfalls stark betrunken. Dem Amtsgericht in Vechta hatte das gereicht. Eine Bewährungsstrafe wurde dem Angeklagten versagt, was auch nicht unverhältnismäßig war. Gegen das Urteil hatte der nicht vorbestrafte Lohner dann Berufung eingelegt. Er hatte die Zeit bis zur Berufungsverhandlung genutzt, hatte keinen Alkohol mehr getrunken und sich einer Therapie unterzogen. Und so stellte die Berufungskammer dem Angeklagten nunmehr eine günstige Sozialprognose.

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