• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Vechta Blaulicht

Dieselspur führt zu Angeklagtem

29.12.2018

Oldenburg /Damme Der Mammutprozess vor dem Oldenburger Landgericht gegen die rumänische Einbrecherbande, die mit ihren schweren Taten die Polizei im Landkreis Vechta in Atem gehalten hatte, neigt sich dem Ende zu. Am 9. Januar soll das Urteil verkündet werden.

Das Verfahren hat sich in die Länge gezogen, weil das Gericht die Höhe des angerichteten Schadens ermitteln musste. Nach einem neuen Gesetz müssen Straftäter das, was sie durch Straftaten erlangt haben, an den Staat zurückzahlen, der dann das Geld an die Geschädigten weiterleitet.

Aufgrund eines Geständnisses der Angeklagten hätte der Prozess schon viel früher abgeschlossen werden können. Aber ohne Schadensfeststellung war das nicht möglich gewesen. Deswegen mussten alle Geschädigten als Zeugen gehört werden.

Auf das Konto der vier Angeklagten gehen unter anderem Einbrüche in ein Sportbekleidungsgeschäft in Holdorf (Schaden: 15 600 Euro), ein Fahrradgeschäft in Lohne (Schaden: 37 000 Euro) und die Kfz-Zulassungsstelle in Damme (Schaden: mehrere Tausend Euro).

Außerdem hatten sie laut Anklage vier Lämmer gestohlen, eines davon gegrillt und das Muttertier zu Tode geprügelt. Das Gericht musste sich damit auseinandersetzen, was ein Lamm wert ist.

Ein weiterer Geschädigter ist ein Unternehmer in Damme. Die Angeklagten hatten das Diebesgut nach Rumänien verbracht. Dazu hatten sie zwar einen Transporter, aber keinen Dieselkraftstoff. Den zapften sie aus Lastwagen ab, die auf dem Gelände des Dammer Unternehmers standen.

Zum Abtransport des Dieselkraftstoffes hatten die Angeklagten ein defektes Behältnis genutzt. Und so zogen sie eine Dieselspur von den Lastwagen bis zu sich nach Hause. Der Dammer Unternehmer war von einer Nachbarin auf diese Spur hingewiesen worden. Vor Gericht sagte der Unternehmer aus, er habe die Spur dann verfolgt – bis zum Haus eines der Angeklagten. Dann rief er bei der Polizei an und erklärte, er habe die Täter, die Beamten müssten nicht mehr ermitteln. Zu diesem Zeitpunkt wurden die Angeklagten aber bereits observiert.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.