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NWZonline.de Region Vechta Blaulicht

„Nur“ 22 Monate Knast für Holdorfer

16.03.2019

Oldenburg /Holdorf Glimpflich davongekommen ist ein Holdorfer (41), der sich am Freitag wegen bewaffneten Handeltreibens mit Rauschgift vor dem Oldenburger Landgericht verantworten musste. Weil sich im Verfahren die Sachlage anders darstellte als angeklagt, wurde der Angeklagte nur zu 22 Monaten Gefängnis verurteilt. Das, was angeklagt war, ist mit einer Mindest-Gefängnisstrafe von fünf Jahren bedroht. Bei einer Hausdurchsuchung waren bei dem Holdorfer 1,2 Kilogramm Amphetamin und 120 Gramm Marihuana gefunden worden.

Neben den Drogen lagen laut ursprünglicher Anklage Waffen: Zwei Messer, eine Pistole und ein Luftgewehr. Das erfüllt den schweren Vorwurf des bewaffneten Handeltreibens mit Rauschgift. Doch es stellte sich heraus, dass die Messer einfache Taschenmesser und die Pistole eine Spielzeugpistole des Sohnes des Angeklagten waren. Und das Luftgewehr stand in einem Abstellraum und war defekt. „Das alles sind keine Waffen im Sinne der Vorschrift“, sagte der Vorsitzende Richter Horst Kießler. Damit war der schwere Vorwurf vom Tisch.

Es konnte auch nicht festgestellt werden, dass der Angeklagte mit den 120 Gramm Marihuana Handel getrieben haben könnte. Der 41-Jährige konsumiert selbst massiv Marihuana. Er habe sich die 120 Gramm Marihuana auf Vorrat gekauft, erklärte der Angeklagte die große Menge Rauschgift. Und die 1,2 Kilogramm Amphetamin gehörten nicht ihm. Die habe er nur für einen Bekannten aufbewahrt. Den Namen des Bekannten wollte der Angeklagte nicht nennen. Er habe aber geahnt, dass der Bekannte mit den Drogen (Amphetamin) habe Handel treiben wollen, so der Angeklagte.

Was blieb von der Anklage?: der schwere Vorwurf vom Tisch und bezüglich der 120 Gramm Marihuana nur Besitz von Rauschgift. Und wegen der Amphetamine wurde der Angeklagte nur wegen Beihilfe zum Handeltreiben verurteilt, weil er gewusst hat, dass der Bekannte die Drogen verkaufen wollte, sie aber aufbewahrte. Der Angeklagte sitzt in Haft und bleibt dort. Er hat noch eineinhalb Jahre Haft auf Bewährung wegen früherer Taten offen. Diese Bewährung wird nun widerrufen.

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