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NWZonline.de Region Vechta Blaulicht

Knapp drei Jahre Jugend-Gefängnis für 19-Jährigen aus Vechta

06.12.2019

Oldenburg /Vechta Wegen Drogenhandels im großen Stil hat das Oldenburger Landgericht am Donnerstag in zweiter Instanz einen 19-jährigen syrischen Flüchtling aus Vechta zu einer Jugend-Gefängnisstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt. Damit bestätigte die Berufungskammer weitgehend ein früheres Urteil des Amtsgerichts in Vechta. Das hatte den Angeklagten in einem ersten Prozess noch zu drei Jahren Jugend-Gefängnis verurteilt.

In der jetzigen Berufungsverhandlung vor dem Landgericht hatte der 19-Jährige – anders als im ersten Prozess – ein Geständnis abgelegt. Dafür gab es drei Monate Haftrabatt. Mehr war für den einschlägig vorbestraften Angeklagten nicht drin gewesen. Der 19-Jährige war von der Vechtaer Polizei auf offener Straße angetroffen und kontrolliert worden. Er hatte drei Klemmbeutel mit Marihuana und 3600 Euro bei sich.

Zuhause fand die Polizei bei ihm dann noch einmal 600 Gramm Marihuana, für den Verkauf teils schon vorverpackt. Das Handeltreiben war damit schon klar. Oder doch nicht? Der Angeklagte behauptete, die Drogen gehörten nicht ihm, sondern einem Kumpel. Dann hatte er ein großes Problem mit dem Bargeld. Er wusste, dass das Geld eingezogen wird, sollte es als Drogengeld eingestuft werden. Und so behauptete der Angeklagte, er habe sich die 3600 Euro von seinen Hartz-IV-Leistungen zusammengespart. Die Gerichte mussten das nur noch glauben. Taten sie aber nicht.

Die Verteidigung erklärte, der Angeklagte habe Schwierigkeiten bei der Integration gehabt. Außerdem müsse er Geld verdienen, was er seiner Familie schicke, damit diese nach Deutschland nachziehen könne. „Aber doch nicht so“, meinte der Oldenburger Richter. Drei Monate Rabatt wegen des Geständnisses: Der Angeklagte hatte zugegeben, dass die Drogen ihm gehörten und das Geld Drogengeld war. Die 3600 Euro wurden auch sofort eingezogen.

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