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NWZonline.de Region Vechta Blaulicht

Berufung: Sind in Zelle gefundene Substanzen überhaupt Drogen?

24.06.2020

Vechta Wegen Drogenbesitzes muss sich seit Dienstag ein 28-jähriger Insasse der JVA Vechta in einer Berufungsverhandlung vor dem Oldenburger Landgericht verantworten. Der Angeklagte soll in seinem Haftraum Rauschgift gebunkert haben. Bei einer Durchsuchung waren in der Zelle des 28-Jährigen verschiedene Substanzen gefunden worden – in einer Matratze und in einem Hohlraum am Gitterfenster. Die Substanzen in der Matratze hatte ein Drogenspürhund erschnüffelt.

Außerdem wurden im Freien Substanzen gefunden, direkt unter dem Fenster des Angeklagten. „Der hat etwas aus dem Fenster geworfen, als wir den Haftraum betreten haben“, sagte ein Vollzugsbeamter vor Gericht. Der Angeklagte habe in der JVA schon einmal im Verdacht gestanden, mit Drogen etwas zu tun zu haben, so der Zeuge.

Der 28-Jährige indes bestreitet die angeklagten Vorwürfe. Er habe in der JVA noch nie etwas mit Drogen zu tun gehabt. Die Matratze mit den Substanzen sei ihm von der JVA gestellt worden. Und am Fenster habe er nur gestanden, um dort seinen Käse zu kühlen, erklärte der Angeklagte vor Gericht.

Schon einmal musste sich der 28-Jährige wegen der Vorwürfe vor Gericht verantworten. Das Amtsgericht in Vechta hatte ihn im Sinne der Anklage schuldig gesprochen und zu einer Geldstrafe verurteilt. Das wollte der Angeklagte aber nicht akzeptieren. Er hatte Berufung gegen das Amtsgerichts-Urteil eingelegt. Das macht die Neuverhandlung vor dem Oldenburger Landgericht notwendig.

Am Dienstag wurden mehrere Vollzugsbeamte der JVA Vechta als Zeugen gehört. Das Besondere: Alle gehen davon aus, dass es sich bei den aufgefundenen Substanzen um Rauschgift handelt. Am Ende der Beweisaufnahme stellte der Vorsitzende Richter die entscheidende Frage: „Ist das überhaupt Rauschgift?“. Ein Drogengutachten liegt nicht vor. Der Anklagevertreter unternahm Dienstag eine Riechprobe. Die Substanzen lagen dem Gericht vor. Der Anklagevertreter meinte nach dem Riechen, das sei Rauschgift. Doch im Strafrecht reicht das nicht aus. Nun soll ein Sachverständiger die aufgefundenen Substanzen begutachten. Das Verfahren wird fortgesetzt.

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