• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Vechta Blaulicht

Gefahr Im Landkreis Vechta: So könnte der nächste Moorbrand verhindert werden

01.07.2020

Vechta Mit Hitze und Trockenheit steigt wieder die Gefahr von Moorbränden. Deshalb richten sich die Stadt Vechta, die Freiwillige Feuerwehr und die Erdenproduktionsfirmen Gramoflor und Hawita mit einem Appell an alle Besucher des Moores. Tenor: Nicht fahrlässig Brände verursachen. Nicht die Wege verlassen. Auf keinen Fall mit dem Auto oder Quad ins Moor fahren.

Deshalb wollen Bürgermeister Kristian Kater, Fachbereichsleiterin Sandra Sollmann, Fachdienstleiter Stefan Thole (beide Stadt Vechta), Stadtbrandmeister Jan-Arthur Müller sowie die Firmenchefs Josef Gramann (Gramoflor) und Simon Tabeling (Hawita) die Bevölkerung für die Situation sensibilisieren. Vor allem in motorisierten Fahrzeugen sehen sie eine große Gefahr.

Quadfahrer im Moor

Immer wieder müssen die Mitarbeiter der Torfabbauunternehmen beobachten, wie Quadfahrer über die Moorflächen fahren. Tabeling und Gramann erklären: Schon eine kurze Berührung mit dem heißen Motor oder dem Auspuff könnten den knochentrockenen Torf in Brand setzen. Das Feuer werde über lange Strecken verteilt und entfache viele kleine Brände. Gramoflor-Mitarbeiter Bernhard Bokern berichtet: Erst kürzlich hätten seine Kollegen eine etwa zweieinhalb Kilometer lange Brandspur entdeckt. Zum Glück früh genug, um die Glutnester noch zu löschen.

Warnende Beispiele

Doch wenn dies nicht rechtzeitig geschieht, kann schnell ein großer Moorbrand entstehen. Dann muss die Feuerwehr ausrücken. Vor allem in den entlegenen Gebieten mobilisiert sie alle Kräfte, um eine Wasserversorgung zum Löschen herzustellen. Die Feuerwehrleute sind schon mal tagelang im Einsatz, ehe das Feuer komplett unter Kontrolle ist. Wie zum Beispiel Ostern 2019. Auch im Sommer 2018 waren 100 Kameraden stundenlang bei hohen Temperaturen und in voller Montur im Einsatz.

Materialschlacht

„Die Einsätze sind nicht nur mit logistisch enormem Aufwand verbunden, sondern verlangen den Einsatzkräften auch körperlich alles ab“, sagt Bürgermeister Kater. Stadtbrandmeister Müller spricht von einer Materialschlacht. Kilometerlange Schlauchleitungen müssen schnellstmöglich verlegt werden, um an die Feuer zu gelangen. Und trotzdem entstehen langfristige Schäden für die Natur, hinzu kommen Einsatzkosten und der wirtschaftliche Schaden für die Firmen.

Güllefässer mit Wasser

Zur Vorsorge haben die Feuerwehr, die Firmen und die Stadt gemeinsam schon vieles unternommen. Die Unternehmen haben eine Liste mit Ansprechpartnern, die ihnen im Notfall sofort helfen können. Güllefässer mit Wasser und Eimer wurden angeschafft und stehen den Arbeitern immer zur Verfügung, um kleine Brände gleich zu löschen. Davon gibt es ziemlich viele, bis zu 40 im Jahr, wie Tabeling und Gramann berichten.

Keine Straßennamen

Auch die Feuerwehr hat zusätzliches Equipment für die schwierigen Einsätze angeschafft. Helfen soll auch eine Einteilung der weitläufigen Moorflächen in Planquadrate. Schließlich gibt es dort keine Straßennamen. Bis das Feuer lokalisiert ist, kann wichtige Zeit verstreichen. Im Gespräch sind auch Bohrbrunnen, um die Wasserzufuhr in entlegenen Bereichen zu verbessern.

5000 Euro geldbuße

Doch der einfachste und beste Schutz, da sind sich alle einig, ist ein umsichtiges Verhalten aller Moorbesucher, damit Brände erst gar nicht entstehen. Die richtigen Verhaltensweisen stehen in der Verordnung des Landkreises Vechta (www.landkreis-vechta.de). An die Vorschriften hat sich jeder zu halten. Wer sie trotz aller Warnungen missachtet, kann mit einer Geldbuße bis zu 5000 Euro bestraft werden – und auch an den hohen Einsatzkosten beteiligt werden.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.