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NWZonline.de Region Vechta Blaulicht

Bewährung nach Todesdrohungen

22.10.2019

Vechta /Goldenstedt Wegen Körperverletzung, Nötigung und Beleidigung sind am Montag die 40- und 35-jährige Eltern und ein 19-jähriger Sohn aus Ellenstedt zu Geld- und Freiheitsstrafen vom Vechtaer Amtsgericht verurteilt worden. Der Familienvater erhielt eine zweimonatige Bewährungsstrafe, die Ehefrau eine Geldstrafe von 300 Euro und der 19-jährige Sohn muss für vier Wochen in einen Dauerarrest.

Am 17. Dezember 2018 sollte die 15-jährige Tochter der Großfamilie vom Jugendamt auf eigenen Wunsch in Obhut genommen werden, da sich das Kind über körperliche Gewalt durch ihre Eltern beschwert hatte. Bei der Aktion gab es körperliche Auseinandersetzungen zwischen den drei Angeklagten und den Vertreten des Jugendamts und einer Jugendbetreuungseinrichtung. Die Familienmitglieder versuchten, das Kind, das mit einer Betreuerin bereits in einem Bulli saß, aus dem Auto zu ziehen. Dabei gab es körperliche Auseinandersetzungen und vor allem Beleidigungen und Nötigungen. Es wurde mehrfach mit dem Tod und mit Vergewaltigungen gedroht.

Die eingesetzten Mitarbeiter wurden durch Schläge und Tritte verletzt. Einer Mitarbeiterin wurde in den Unterarm gebissen. Ein Mitarbeiter wurde auch bespuckt. „Die Beleidigungen überschritten erheblich das, was ich bisher in einem Strafprozess gehört habe“, so der Staatsanwalt.

Die Angeklagten räumten die Taten zum Teil ein , konnten sich aber an Details nicht erinnern. Sie begründeten ihr Verhalten damit, dass sie sehr aufgebracht gewesen seien, weil man ihnen nicht mitgeteilt habe und das Gespräch gesucht habe, dass man das minderjährige Familienmitglied mitnehmen wolle. Dem widersprachen jedoch die zahlreichen Zeugen. Es habe Vorgespräche über die Zustände in der Familie, in der es sieben Kinder gab, gegeben. Die Familie werde seit 2004 vom Jugendamt betreut.

Der Staatsanwalt sah die angeklagten Straftaten durchweg als erwiesen an. Die Taten seien sicher im Effekt begangen worden. Rechtsanwalt Frank Dobratz, der den Vater der Familie vertrat, wies darauf hin, dass die Inobhutnahme durchaus professioneller hätte gestalten könne. Das sei nicht gut gelaufen.

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