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NWZonline.de Region Vechta Blaulicht

Schutzengel bauen Simulator mit Kultfaktor

26.10.2018

Schon oft hat es im Landkreis Vechta in diesem Jahr gekracht. Oft gab es Verletzte und immense Blechschäden. Und genau 23 Mal standen die Fahrer im Alter von 17 bis 23 Jahren unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen (Stand 31.08.2018). Damit sich diese Zahl nicht noch erhöht, haben die Ehrenamtlichen des Schutzengelprojekts im Landkreis Vechta jetzt getüftelt, gewerkelt, gehämmert und installiert. Dabei herausgekommen ist ein Fahrsimulator. Und der kommt nicht nur mit Lenkrad, Schaltung und Pedalerie daher, sondern auch mit kultigem Oldtimer-Design.

Angefangen hat alles bei einem Treffen der Schutzengel. „Wir wollten ein weiteres Angebot für unsere Zielgruppe, die jungen Fahranfänger und Fahrer, schaffen – relativ schnell kam uns dann die Idee, einen Fahrsimulator zu bauen“, erzählt Melanie Härttrich, Leiterin des Schutzengelprojekts. 50 Stunden hätten die jungen Ehrenamtlichen Leon-Calvin Segelke, Tobias Schulter, Jenia Müller, Jessica Luttmann, Ansgar Wennemann, Iris Schnittker und Johanna Bohlke daraufhin getüftelt. Michael Schmitz aus Diepholz unterstützte das Projekt mit seinem Know-how als Konstrukteur.

„Uns war es wichtig, dass die Jugendlichen selbst entscheiden konnten, wie der Simulator aussieht und welche Funktionen eingebaut werden“, so Härttrich. Vielleicht auch deshalb ist das Design des Simulators so einzigartig. Denn wo man im Inneren im bequemen Sportsitz vor dem Flachbildschirm sitzt und mit Lenkrad und moderner Pedalerie durch die virtuellen Straßen steuert, ist das Äußeres des Simulator einem VW Bulli nachempfunden – inklusive kultiger Originalteile wie verchromter Radkappen.

Simuliert werden soll das Verhalten und Fahren im Straßenverkehr, aber vor allem das Fahren unter Alkohol oder Drogen. „Dazu steht uns beispielsweise die Rauschbrille zur Verfügung“, sagt Kreisjugendpfleger Frank Lawicka. Damit erlebe man eine eingeschränkte Rundumsicht, könne Entfernungen nicht mehr richtig einschätzen und sehe doppelt. Wer die Rauschbrille trägt, hat außerdem eine verzögerte Reaktionszeit – so, wie es auch nach ein oder zwei alkoholhaltigen Getränken der Fall wäre.

Anfang 2019 soll der Simulator auf Jobmessen stehen oder die präventive Arbeit der Schutzengel in Schulen oder unterstützen. Das ist auch im Sinne der Stiftung der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO). Sie unterstützt das Projekt mit rund 3000 Euro. „Für uns ist es ein super gutes Gefühl, ein so tolles Projekt zu fördern“, freut sich Annette Vetter, Direktorin Privatkunden der LzO-Regionaldirektion Vechta. Auch Josef Kläne als Kreistagsabgeordneter und Mitglied des LzO-Stiftungsrats ist sich sicher, dass das Projekt nachhaltig wirke. „Das Bewusstsein für das Verhalten im Straßenverkehr ist heute ein anderes, als noch vor einigen Jahren“, so Kläne. Habe man sich früher noch nach einigen alkoholischen Getränken hinters Steuer gesetzt, würden die Jugendlichen damit heute anders umgehen. „Und der Simulator schafft eine gute Möglichkeit ganz ungefährlich zu erfahren, wie es ist, im Rausch Auto zu fahren – und welche Folgen das haben kann.“

Das Schutzengelprojekt gibt es seit gut elf Jahren. Es ist eine Gemeinschaftsaktion der Landkreise Cloppenburg und Vechta sowie der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta. Das Ziel ist die Präventionsarbeit für mehr Verkehrssicherheit und Zivilcourage. Aktuell sind 5265 junge Menschen aktive Schutzengel.

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