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Tarifstreit im öffentlichen Dienst Verdi streikt im Oldenburgischen Staatstheater

Der Ton wird lauter: Mit Arbeitsniederlegungen reagiert die Gewerkschaft Verdi auf die schleppenden Fortschritte in den Tarifverhandlungen.

Der Ton wird lauter: Mit Arbeitsniederlegungen reagiert die Gewerkschaft Verdi auf die schleppenden Fortschritte in den Tarifverhandlungen.

dpa

Oldenburg/Hannover - Im Tarifstreit für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder plant die Gewerkschaft Verdi Niedersachsen und Bremen für kommende Woche Warnstreiks. Von Montag bis Donnerstag soll es in unterschiedlichen Städten zu Arbeitsniederlegungen kommen, wie die Gewerkschaft am Freitag mitteilte.

In Oldenburg ist am Montag und Dienstag das Staatstheater betroffen. Dort arbeiten vor allem in den Bereichen Verwaltung und Werkstätten etwa 180 Angestellte des Landes. Diese Beschäftigten seien aufgerufen, die Arbeit niederzulegen, sagte ein Gewerkschaftssprecher. Die Auswirkungen auf das Publikum seien überschaubar, obwohl Veranstaltungen anstehen. Betroffen ist der Probenbetrieb. Der Aufruf richte sich auch an einen Teil der Beschäftigten beim Studentenwerk, sagte ein Verdi-Sprecher.

Mehrere Städte betroffen

Weitere Arbeitsniederlegungen sind kommende Woche für Hannover, Bremen, Braunschweig und Lüneburg geplant. Am Mittwoch sind die Länder-Beschäftigten unter anderem von Hochschulen, Unikliniken, Straßenmeistereien und Landesverwaltungen in Hannover und Bremen zum Streik aufgerufen. Am Donnerstag wird wieder in Bremen gestreikt, dann mit Fokus auf Sozial- und Erziehungsdienste.

Verdi fordert für Beschäftigte im öffentlichen Dienst der Länder 10,5 Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 500 Euro mehr im Monat. Nachwuchskräfte sollen 200 Euro mehr erhalten und Auszubildende unbefristet übernommen werden. Außerdem verlangt die Gewerkschaft eine monatliche Stadtstaaten-Zulage von 300 Euro.

Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder mit Verhandlungsführer Andreas Dressel (SPD), Finanzsenator in Hamburg, hatte in der zweiten Verhandlungsrunde am Freitag in Potsdam deutlich gemacht, dass sie die Forderungen für nicht leistbar hält.


„Wertvolle Arbeit“

Die Beschäftigten der Länder leisteten hervorragende Arbeit und verdienen Wertschätzung auch in Form von Lohnerhöhungen, hatte Dressel zu Beginn der Tarifrunde betont. „Aber Lohnerhöhungen müssen dauerhaft finanzierbar sein, und das sind die geforderten Steigerungen nicht“, so der Verhandlungsführer der Länder.

Ein Durchbruch im Tarifstreit könnte in der Verhandlungsrunde ab 7. Dezember erreicht werden. In Niedersachsen verhandelt Verdi für rund 330 .000 Landesbeschäftigte.

Christoph Kiefer
Christoph Kiefer Reportage-Redaktion (Chefreporter)
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