Barghorn/Altendorf/Oldenburg - Für Auto- und Lkw-Fahrer, die zwischen der Wesermarsch und Oldenburg unterwegs sind, wird es im kommenden Jahr ungemütlich – und das für circa 18 Monate. Wie die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr jetzt mitteilte, wird voraussichtlich ab März 2024 im Bereich der Kreuzung von B 211 und Landesstraße L 864 (Barghorner Straße/Grantchaussee) nahe Barghorn in der Gemeinde Ovelgönne gebaut.
Ampel für Kreuzung
Der eigentliche Zweck der Baustelle – der Umbau der Kreuzung mit einer Ampelanlage, die die Verkehrssicherheit erhöhen soll, – wird nicht besonders viel Zeit in Anspruch nehmen. Schwierigkeiten macht die nahe Brücke über den Barghorner Zuggraben. Die in zwei Teilen gebaute Brücke aus den Jahren 1900 und 1969 ist nicht breit genug, um die neue Fahrbahnführung aufzunehmen und muss komplett ersetzt werden. War zunächst noch von einer Bauzeit von 15 Monaten die Rede, geht die Landesbehörde jetzt schon von 18 Monaten aus.
Drei Bauabschnitte
Die neue Brücke über den Barghorner Zuggraben soll in drei Bauabschnitten hergestellt werden – in Fertigteilbauweise und mit vor Ort verarbeitetem Beton. Im ersten Bauabschnitt wird der Verkehr auf der B 211 komplett über den nördlichen Teil der Brücke geleitet, während der südliche Teil abgerissen und neu gebaut wird. Nach acht Monaten wechselt der Verkehr dann auf die neue Südseite, und der nördliche Teil der Brücke wird abgerissen und neu errichtet. Das soll ebenfalls acht Monate dauern. Zwei weitere Monate plant die Behörde für den dritten Bauabschnitt mit dem Rückbau der Verkehrsführung und weiteren Restarbeiten ein.
Mehrere Vollsperrungen
Während der Verkehr auf der B 211 für den größten Teil der Bauzeit zumindest eingeschränkt weiterlaufen kann, sind die Ein- und Ausfahrten zur L 864 in Richtung Berne/Elsfleth und Varel/Jaderberg während der kompletten Bauzeit gesperrt. Kurzzeitige Vollsperrungen der B 211 seien aber trotzdem zwingend erforderlich, so die Landesbehörde.
Gegen Ende der Baumaßnahme werde zudem eine circa vierwöchige Vollsperrung der B 211 erforderlich, so die Behörde. In dieser Sperrzeit, voraussichtlich im Sommer 2025, und während des dritten Bauabschnitts des Brückenbaus soll auch der eigentliche Ausbau des Kreuzungsbereichs erfolgen.
Vorarbeiten starten
Die Baumittel des Bundes seien bereits eingeplant, aktuell würden die Vergabeverfahren vorbereitet, heißt es von der Landesbehörde. Vorbereitende Maßnahmen wie die Verlegung von Versorgungsleitungen durch die jeweiligen Betreiber, Anlegen eines temporären Rad- und Fußweges und die Ertüchtigung des nördlichen Radweges erfolgen bereits dieses Jahr. Alle Maßnahmen für den Umbau der Kreuzung sollen im Herbst 2025 fertiggestellt sein.
