Ein Hammer-Schuss von Hannovers Sergio Pinto im Training streckte, wie an dieser Stelle in der vergangenen Woche berichtet, CDU-Fraktionsmitarbeiter Stefan Wittkop nieder. Wie sich später herausstellte, erlitt Wittkop eine leichte Gehirnerschütterung und eine Nackenverletzung. Schmerzen habe er jetzt nicht mehr, aber ein signiertes Trikot von Pinto, freute sich der CDU-Mann über den Volltreffer – ein Geschenk vom Verein. „Das sind die einzigen Roten, denen ich zujubele“, stellte Wittkop klar.

Bei den Roten gab es indes Freude über einen kleinen Absturz der schwarz-gelben Landesregierung. Die Polizeigeier „Sherlock“, „Miss Marple“ und „Columbo“ erfüllen anders als ihre Namensgeber nicht den ihnen zugedachten Job – sie finden keine Leichen. Von den Tätern ganz zu schweigen. Innen-Staatssekretärin Sandra von Klaeden räumte ein, dass sich der Einsatz der Geier noch ein wenig verzögern könnte. Der SPD-Abgeordnete Klaus-Peter Bachmann ließ in seiner Anfrage keine gute Feder an den Geier-Detektiven. „Sherlock“ mache sich nur zu Fuß auf die Suche und werde von seinen Pflegern als „feige“ beschrieben, lästerte er da.

Nicht nur die großen Bundesligavereine haben Anhänger in der Landespolitik. Neben den Landtags-Fanclubs von Hannover, Hamburg oder Bremen gibt es auch Mutige, die sich zu Außenseitern wie Zweitligist Eintracht Braunschweig bekennen. Der Linken-Abgeordnete Victor Perli geht sogar ins Stadion. Nach der jüngsten Klatsche gegen Eintracht Frankfurt sei Perli aber bedient gewesen, berichten Augenzeugen.