WAYENS - Ohne beruflichen Nachwuchs läuft in der Landwirtschaft nichts. Das wissen Hans und Almke Gerken. Von 1967 bis 1989 haben der Landwirtschaftsmeister und die staatlich geprüfte Hauswirtschaftsleiterin deshalb auf ihrem Hof in Wayens 14 angehende Landwirte und 22 Hauswirtschafterinnen ausgebildet. Dabei hat das Ehepaar offensichtlich besonderen Wert auf Qualität der Lehre gelegt. Denn, so Almke Gerken stolz: 'Keiner musste die Prüfung wiederholen.'

Bei einem Treffen von 20 der ehemaligen Azubis am Sonnabend blickten die Lehrlinge von einst zufrieden auf ihre Lehrzeit in Wayens zurück. Obwohl es bekanntlich in der Landwirtschaft nicht immer geregelte Arbeitszeiten gibt, habe es immer die nötigen Ruhepausen gegeben, hieß es. Auch lobten die Teilnehmer des Treffens die familiäre Atmosphäre auf dem Gerken-Hof.

Während der Ausbildungsberuf zum Landwirt zurzeit einen Boom erlebt, geht es mit den Ausbildungszahlen bei den Hauswirtschafterinnen eher bergab. Almke Gerken, die mit ihrem Mann mittlerweile in Hohenkirchen wohnt, erklärt diese Entwicklung mit einer 'geringen Wertschätzung' des Berufs: 'Das Renommee hat gelitten.' Jedoch gibt die 79-Jährige zu bedenken, dass die Ausbildung zur Hauswirtschafterin heute nicht mehr 'rein ländlich' ist, sondern auch in Großküchen stattfindet. Die Berufsaussichten seien gut.