Autorin des Beitrages ist Melanie Jepsen, Redakteurin in der  NWZ - Regionalredaktion

Der Sommer hat die Region fest im Griff. Tausende von Badegästen strömen an Strände und Seen, um sich im kühlen Nass zu erfrischen. Doch der Sommer zeigt auch seine Schattenseite. Erschreckend viele Badegäste verlieren in diesen Tagen ihr Leben. Täglich melden Polizei und Rettungskräfte bundesweit Badeunfälle mit tödlichem Ausgang. Doch woran liegt das?

Allein am vergangenen Wochenende endete ein unbeschwerter Badetag für zwei Menschen vor Norderney und im Timmeler Meer tödlich. Weil überwachte Strände überfüllt sind, suchen viele Schwimmer häufig unbewachte Gewässer auf. Unterschätzte Wassertemperaturen und Strömungen werden zum Verhängnis. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft weist immer wieder auf die Gefahren beim Baden hin und warnt davor, Naturkräfte zu unterschätzen. Leichtsinn, Selbstüberschätzung oder Unkenntnis möglicher Gefahren scheinen nicht selten der Grund vieler Unfälle zu sein.

Zunehmend sind es aber auch Nichtschwimmer, die den Rettungsschwimmern Kopfzerbrechen bereiten. Hier sind Schulen und Eltern gleichermaßen gefordert. Doch wenn selbst die Eltern nicht richtig schwimmen können und Schulen das Geld für flächendeckenden Schwimmunterricht fehlt, ist weit mehr als guter Rat gefragt.