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NWZonline.de Region

Wiedersehen mit MS Oldenburg

29.07.2008

BIDEFORD /OLDENBURG /WANGEROOGE /HARLESIEL Die „MS Oldenburg“ lief am 29. März 1958 bei der Roland-Werft in Bremen-Hemelingen vom Stapel. Am 6. August nahm sie als Passagierschiff der Deutschen Bundesbahn den regelmäßigen Fährverkehr von Harlesiel nach Wangerooge auf und wurde 26 Jahre später im November 1984 nach England verkauft.

Der frühere Vertriebsingenieur Reinhard Hempen im niederrheinischen Dinslaken hat sich stets für das weitere Schicksal der „Oldenburg“ interessiert. „Ich bin auf Wangerooge aufgewachsen und habe dort meine mittlere Reife gemacht. Mein Vater Franz war lange Zeit Kapitän auf der ,Oldenburg’“, erzählt Hempen.

Als der heute 63-Jährige vor einigen Jahren erfuhr, dass die „Oldenburg“, registriert beim Germanischen Lloyd in Hamburg, in England noch immer unter gleichem Namen fährt, schrieb er an die Reederei – und erhielt nie eine Antwort.

Hempens Ärger legte sich erst, als er Anfang Mai von mehr als 150 früheren Schülerinnen und Schülern bei einem Treffen auf Wangerooge mit einem Geschenk überrascht wurde. „Mein Kumpel Carsten, Werftbesitzer im australischen Melbourne, überreichte mir als Dankeschön für meinen Einsatz bei den Treffen einen Gutschein für eine Reise nach England. Und zwar ausgerechnet zu den Feierlichkeiten zum 50. Geburtstag der ,Oldenburg’ in Bideford an der Nordküste der südwestenglischen Grafschaft Devon.“

Eine Antwort aus England war nicht gekommen, weil Carsten Johow von den Nachforschungen erfahren und die Reederei gebeten hatte, keine Informationen zu geben, um Reinhard Hempen überraschen zu können. Die „Oldenburg“ startet von Bideford und Ilfracombe zu Rundfahrten und Ausflügen zur Insel Lundy.

Begleitet wird Hempen am nächsten Wochende bei seiner Reise nach England von Gerd Huber, der auf der letzten Fahrt zwischen Harlesiel und Wangerooge an der Maschine stand. Er war es auch, der am 4. November 1984 die deutsche Flagge einholte und mit dem Hissen des „Union Jack“ den Verkauf an die Engländer besiegelte.

Schließlich wird es auch ein Wiedersehen mit Jochen Maass geben. Auch er hatte auf Wangerooge die Schule besucht, später sein Kapitänspatent gemacht, eine Engländerin geheiratet und war schließlich nach Bidefort gezogen, wo jetzt auch die „Oldenburg“ beheimatet ist. Hempen hat für ihn ein altes Zeugnisheft im Gepäck.

Grüße wird Hempen bei der Geburtstagsfeier unter anderem auch von der damaligen Taufpatin Etta Dannemann überbringen. Die Tochter des Oldenburger Verwaltungspräsidenten Robert Dannemann (1955-1965) lebt heute in Hamburg.

An einer Stelle ist Reinhard Hempen jedoch noch nicht weitergekommen: „Im Winter lag die ,Oldenburg’ am Stau in Oldenburg und diente als Restaurant. Mein größter Wunsch ist, endlich ein Foto aus dieser Zeit zu finden.“

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