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Jade-Weser-Port Freundliche Zensuren zum zehnjährigen Bestehen

Wilhelmshaven - Die Zensuren fielen einigermaßen gnädig aus, auch wenn deutlich wurde, dass der Notengeber der Meinung war, es sei noch Luft nach oben vorhanden. Und die Hauptdarsteller bekamen ihre Hausaufgaben mit auf den Heimweg – Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) ebenso wie Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) und Daniel Hosseus, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes der deutschen Seehafenbetriebe.

Verteilt hat die Noten John Niemann, Präsident der Wilhelmshavener Hafenwirtschafts-Vereinigung, am Ende einer Diskussionsveranstaltung zum zehnjährigen Bestehen des Wilhelmshavener Containerhafens Jade-Weser-Port. Niemann durfte nach der Diskussion Bilanz ziehen, nachdem vorher die Situation des Hafens aus unterschiedlichen Blickwinkeln dargestellt worden war.

Beispielhaftes Tempo

Aufwärtskurs nach holprigem Start

Der Jade-Weser-Port hatte bei seinem Start vor zehn Jahren mit den Auswirkungen einer globalen Finanz- und Wirtschaftskrise zu tun.

Die Folge der Startschwierigkeiten war eine Entwicklung, die weit hinter den optimistischen Planungen zurückblieb.

Die Zukunft des Containerhafens wird jetzt wieder positiv gesehen, auch wenn der Hafen noch immer nicht in die Nähe der vollen Auslastung gekommen ist.

Hauptredner war FDP-Minister Volker Wissing, in der Bundesregierung für Verkehr und Digitalisierung verantwortlich. Wissing lobte den Einsatz der Region für die künftige Versorgung Deutschlands mit Flüssiggas über ein entsprechendes Terminal in Wilhelmshaven. Das hier vorgelegte Tempo sei beispielhaft für andere Vorhaben. Er versprach, sich für ein nationales Hafenkonzept einzusetzen, das mit starker digitaler Unterstützung die Zusammenarbeit der Seehäfen verbessern könne. Mit ganzer Kraft gelte es außerdem, die geplante Küstenautobahn A 20 schnellstmöglich zu realisieren.

Unterstützung bekam Wissing nicht nur durch Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies, der besonders hervorhob, dass eine leistungsstarke digitale Plattform zu optimal funktionierenden Logistikketten führen könne.

Für dringend nötige Verbesserungen der Infrastruktur machte sich Daniel Hosseus als Sprecher der deutschen Seehafenbetriebe stark. Dazu gehöre auch die Küstenautobahn. Ein nationales Hafenkonzept sei dann zu begrüßen, wenn dadurch mehr Dynamik ausgelöst werde.


Gemeinsames Vorgehen

Die Bedeutung eines gemeinsamen Vorgehens von Bund, Land und der Region unterstrich Tom Nietiedt, Präsident des Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbandes Jade ebenso wie Wilhelmshavens Oberbürgermeister Carsten Feist (parteilos). Beide verwiesen darauf, dass die aktuellen Anstrengungen vor Ort auch durch Bund und Land honoriert werden müssten.

Ein positives Bild der künftigen Jade-Weser-Port-Entwicklung zeichnete Eurogate-Geschäftsführer Michael Blach. Sowohl die geplante Automatisierung der Hafenabläufe als auch die Steigerung der Umschlagskapazitäten der Containerbrücken seien eine Grundlage für einen weiteren Wachstumskurs des Containerhafens.

Jürgen Westerhoff
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