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NWZonline.de Region

Windgottheit steht Pate bei Bootstaufe

13.09.2013

Oldenburg Die Präsidentin der Uni Oldenburg, Babette Simon, hat ein Herz für die Meeresforschung. Davon ist Oliver Zielinski vom universitätseigenen Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) mit Standorten in Oldenburg und Wilhelmshaven überzeugt.

Bei der Taufe des neuesten Forschungsschiffes der ICBM, „Zephyr“, hob Simon hervor, dass Wasser an der Universität ein wichtiges Thema sei. Das ICBM liefere seit 26 Jahren mit seiner international beachteten Umwelt- und Meeresforschung einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Küsten.

Die „Zephyr“ sei auch ein Gewinn für das Studium. Die Präsidentin taufte das Boot dreimal mit einem vollen Glas Sekt im Namen verschiedener Meeresgötter. Mit einem halben Glas Sekt bat sie den Klabautermann „um immer eine handbreit Wasser unter dem Kiel“ des kiellosen Bootes. Die „Zephyr“, benannt nach einer griechischen Windgottheit, ist sieben Meter lang, zweieinhalb Meter breit und ausgestattet mit drei Messarbeitsplätzen sowie mit Echolot, Wetterstation, Navigation und weiteren Instrumenten.

Die „Zephyr“ könne Wasserproben in bis zu 50 Meter Tiefe nehmen, so Zielinski. Durch einen sogenannten Moonpool im Schacht des Rumpfes lassen sich Meeressonden während der Fahrt einsetzen. Das Einsatzgebiet reicht von der Ems bis zur Elbe. Hauptsächlich wird es wegen des geringen Tiefgangs von nur 30 cm im Jadebusen und Wattenmeer eingesetzt.

Die Wissenschaftler auf der „Zephyr“ – fünf haben Platz im Boot – gehen u. a. der Frage nach, ob das Wattenmeer mehr Nährstoffe aus der Nordsee zieht oder verstärkt Nährstoffe ans Wattenmeer abgibt.

Die Wechselwirkungen zwischen Wattenmeer, Land und offener Nordsee seien momentan wenig erforscht. Die Produktionskosten von rund 100 000 Euro tragen Land und Universität Oldenburg. Für 2014 ist ein weiteres Forschungsschiff mit Namen „Sonne“ bestellt.

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