WOLFSBURG - Die mögliche Verstrickung der Wolfsburger Stadtwerke in den CDU-Wahlkampf, bei dem Christian Wulff 2003 gewann und Ministerpräsident wurde, sorgt in Niedersachsen für einen politischen Schlagabtausch.

Die Linke will den Vorwurf zum Thema im Landtag machen. „Es erhärtet sich der Verdacht, dass es sich hier um Vetternwirtschaft, persönliche Begünstigungen und illegale Parteienfinanzierung handelt“, erklärte die Vorsitzende der Linksfraktion, Kreszentia Flauger. Als dreist und unbegründet wies unterdessen der Generalsekretär der Landes-CDU, Ulf Thiele, am Sonntag die Anschuldigungen der Opposition zurück. Ein Fehlverhalten seitens der CDU gebe es nicht.

Dem beschuldigten Stadtwerkechef und Ex-CDU-Wahlkampfmanager Markus Karp und dem ehemaligen Stadtwerke-Pressesprecher wird vorgeworfen, teils auf Kosten der Stadtwerke Wahlkampf für die CDU geführt zu haben.

Außer um die Landtagswahl 2003 soll es auch um die Wahlkämpfe des Wolfsburger Oberbürgermeisters Rolf Schnellecke (CDU) 2001 und 2006 gegangen sein. Die Vorwürfe wurden von zwei Prokuristen sowie dem inzwischen entlassenen Pressesprecher der Stadtwerke selbst erhoben, der sich mit Karp inzwischen zerstritten hat.

Neben der Landes-CDU wies auch Oberbürgermeister Schnellecke die Anschuldigungen zurück.