Nordhorn - Mehrere Hobby-Wolfsbeobachter haben sich in den vergangenen Tagen immer wieder auf dem gesperrten Militärgelände Nordhorn-Range aufgehalten. Weil dort gefährliche Munitionsüberreste liegen, begeben sie sich dabei in Lebensgefahr. Mehrere Meldungen machten die Polizei auf die Personen aufmerksam.
„Wolfsfreunde“ haben sich auf Facebook zusammengefunden
Eine Gruppe auf Facebook mit über 700 Personen dient laut Polizei den Mitgliedern als Plattform, um sich zu gemeinsamen Ausflügen zu verabreden. Dabei lauern sie den Wölfen auf und machen Fotos. Auch auf dem gesperrten militärischen Sicherheitsgelände der Nordhorn-Range hielten sich die Schaulustigen bereits einige Male auf. Nach polizeilichen Aussagen wurden sogar Lagerfeuer entzündet. Der Bereich diente in beiden Weltkriegen als militärischer Übungsraum für Bombenabwürfe und Schießübungen und wird bis heute für Trainingseinsätze genutzt. Aufgrund zurückgebliebener Munitionsrückstände aus den letzten 100 Jahren ist das Betreten des Geländes hochgradig gefährlich und kann zu schweren bis tödlichen Verletzungen führen. Heute ist der Bereich Teil eines Naturschutzgebietes. Wölfe als geschützte Tierart vorsätzlich zu stören ist gesetzlich verboten. Wer das Militärgelände unerlaubt betritt, muss mit einem Strafverfahren rechnen.
Bereits einige Begegnungen mit Wölfen in der Grafschaft Bentheim
Im Zuge der voranschreitenden Rückkehr des Wolfes in Deutschland hat auch in der Umgebung der Stadt Nordhorn ein Wolfsrudel eine neue Heimat gefunden. In den letzten Monaten hat es in der Grafschaft Bentheim bereits einige Begegnungen von Wölfen mit Menschen gegeben. Erst vor drei Tagen drang ein Wolf des Rudels sogar in die Innenstadt Nordhorns vor und löste dort große Aufregung bei einigen Passanten aus. Die Polizeiinspektion Emsland / Grafschaft Bentheim zeigt sich besorgt, dass durch vermehre Sichtungen ein anhaltender „Wolfstourismus“ entstehen könnte.
