Frage:
Herr von Wecheln, die Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste freut sich über den Beginn der Ausschreibung für Notschlepper in Nord- und Ostsee. Sind Sie nach dem jahrelangen Streit wirklich zufrieden?Von Wecheln:
Neun Jahre nach der „Pallas“-Katastrophe ist das schon ein wichtiger Schritt – er bedeutet aber noch keine Entwarnung. Richtig freuen werden wir uns erst, wenn die Schlepper in Dienst gestellt sind.Frage:
Warum hat die Entscheidung so lange gedauert?Von Wecheln:
Darüber können wir nur spekulieren. Es ist uns völlig unverständlich, warum das immer wieder im Bundesverkehrsministerium verzögert wurde, obwohl es sehr schnell eine breite politische Mehrheit über die Parteigrenzen hinweg gegeben hat. Das ist überhaupt nicht nachzuvollziehen. Am Anfang gab es eine große Einigkeit, ein neues Sicherheitskonzept aufzulegen. Aber die Ergebnisse der Arbeitsgruppe entsprachen dann nicht den tatsächlichen Erfordernissen. Die Schiffe werden größer, und wir werden größere Sturmspitzen bekommen. Dafür müssen Notschlepper entsprechend gerüstet sein. Bemerkenswert dabei, dass die Küste in dieser Frage immer zusammengestanden hat.Frage:
Wann wird es die Schlepper denn nun tatsächlich geben?Von Wecheln:
Leider wird es etwas länger dauern, als wir es uns wünschen. Angesichts der Vergabefristen und der anschließenden Bauzeit wird voraussichtlich zum 1. Juli 2010 mit der Inbetriebnahme gerechnet.thema: Notschlepper Deutsche Bucht
Hans von Wecheln, Vorstandssprecher der Schutzgemeinschaft Nordseeküste
