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NWZonline.de Ratgeber Reise

Auf den Spuren des badenden Herzogs

07.03.2015

Heiligendamm Der Wind bläst aus Nordwest, es ist Anfang März, das Thermometer zeigt fünf Grad, doch gefühlt ist es wesentlich kälter. Man will es in diesem Moment kaum glauben, dass gerade hier, am Strand von Heiligendamm, vor 222 Jahren das erste Seebad Deutschlands und sogar Kontinentaleuropas gegründet worden ist.

Es war Herzog Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin, der auf Anraten seines Leibarztes Professor Dr. Samuel Gottlieb Vogel in der Ostsee badete und im Jahre 1793 das Seebad Heiligendamm gründete. Bis 1870 schufen die Baumeister Johann Christoph Heinrich von Seydwitz, Carl Theodor Severin und Gustav Adolph Demmler direkt am Strand ein einzigartiges klassizistisches Ensemble aus Bade- und Logierhäusern.

Noch heute erinnert eine Inschrift am neu hergerichteten Kurhaus an den Leitspruch, den Herzog Friedrich Franz I. seit jener Zeit stets beherzigte: „Heic Te Laetitia Invitat Post Balnum Sanum“ – Frohsinn empfange Dich hier, entsteigst Du gesundet dem Bade.

Der Herzog war seiner Zeit vor 222 Jahren weit voraus – doch der gesundheitliche Nutzen des Seebadens und des Aufenthalts am Meer sprach sich in besseren Kreisen dann doch herum. Heiligendamm entwickelte sich bis Anfang des 20. Jahrhunderts zum elegantesten Seebad Deutschlands. Dort logierten der europäische Hochadel und sogar die russische Zarenfamilie.

In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Gebäude Heiligendamms unter anderem als Sanatorium und als Kinderferienlager genutzt, viele der historischen Gebäude verfielen. Erst mit der Eröffnung des Grand Hotels Heiligendamm im Juni 2003 als Neubau und Fünf-Sterne-Haus – weit mehr als 200 Millionen Euro wurden in die denkmalgeschützten Gebäude investiert – erfuhr der historische Badeort einen neuen Aufschwung.

Der Ausbau des Tourismus ist für das Land Mecklenburg-Vorpommern als wichtiger Wirtschaftsfaktor längst ein Leuchtturmprojekt. Und Heiligendamm sorgte beim G8-Gipfel im Jahr 2007 weltweit für Schlagzeilen. Das Bild der Regierungschefs im extra angefertigten, überdimensionalen Strandkorb ging um die Welt.

Als erstes Haus am Platze verfügt das Grand Hotel Heiligendamm heute über 181 Zimmer. „Wir haben 230 Beschäftige, darunter 40 Auszubildende“, sagt Dorit Wehmeyer, Pressesprecherin des Grand Hotels. Sie weiß, dass die Zeit seit 1793 nicht stehen geblieben ist und der Druck auf die Fläche enorm zugenommen hat. Das kann auch jeder Ostseeurlauber erkennen, der auf der 200 Meter langen Seebrücke vor Heiligendamm spazieren geht.

Ein riesiges Plakat warnt vor Plänen, direkt vor dem historischen Seebad einen Offshore-Windpark zu errichten. Mit solchen Plänen musste sich Herzog Friedrich Franz I., nicht rumärgern. Er genoss seinerzeit einfach das Bad in der Ostsee und wurde 80 Jahre alt. Ein riesiger Gedenkstein von 1847 vor dem Grand Hotel erinnert an die von ihm initiierte Badekultur in den deutschen Seebädern.


  Weitere Seebad-Bilder unter   www.nwzonline/fotos-journal.de 
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Hans-Carl Bokelmann Jade/Ovelgönne / Redaktion Brake
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