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NWZonline.de Ratgeber Reise

Italien: Auf den Spuren mittelalterlicher Minnesänger

04.10.2014

Kastelruth Nein, irgendwo anders leben möchte Norbert Rier nicht. „Hier bin ich daheim, und hier fühle ich mich wohl“, sagt der Frontmann der Kastelruther Spatzen. Rier ist nicht nur Sänger, sondern auch Bauer. Auf dem einsam gelegenen Fuschg-Hof züchtet er Jungvieh und Haflingerpferde.

Der Hauptort Kastelruth liegt auf etwa 1000 Höhenmetern. Das Ortsbild beherrscht der mächtige, frei stehende Turm der Pfarrkirche. Zu seinen Füßen breitet sich der verkehrsfreie Ortskern aus. Kunstvoll bemalte Häuser säumen die Plätze und Gassen.

Zweimal im Jahr bevölkern die Massen den Ort. Wenn nämlich die Kastelruther Spatzen im Frühling zum Open-Air-Konzert und im Herbst zum Spatzenfest laden, kommen Zehntausende Fans auf das Hochplateau über dem Eisacktal.

Ruhe und Naturerlebnisse finden Urlauber auf der Seiser Alm. Auf etwa 1700 Metern Höhe gelegen ist sie die größte Hochalm Europas. Dort ist Norbert Rier oft anzutreffen, vor allem im Sommer, wenn er nach seinen Rindern und Pferden schaut. Er ist einer der vielen Bauern, die von Juni bis September ihr Vieh auf der Alm halten. Immer im Blick hat man von dort oben die Gipfel der Dolomiten, allen voran die über 3000 Meter hohe Langkofelgruppe.

Der Langkofel ist der Hausberg des Grödentals, das für seine Holzschnitzereien bekannt ist. Nirgendwo auf der Welt gibt es so viele Bildhauer und Schnitzer wie dort, sagt man.

Freunde von Kunst und Kultur sollten auch am Grödner Taleingang Halt machen. Weit oben steht dort am Hang der Vogelweiderhof. Der Bauernhof aus dem 17. Jahrhundert – mit Fundamenten, die noch weit älter sind – gilt als Geburtsort von Walther von der Vogelweide. Die neuere Forschung neigt allerdings zu der Annahme, dass der bekannte Minnesänger des Mittelalters aus dem heutigen Niederösterreich stammte.

Unzweifelhaft belegt ist die lokale Verwurzelung eines anderen Minnesängers: Auf der Trostburg lebte im 15. Jahrhundert Oswald von Wolkenstein – 200 Jahre nach dem großen Walther. Dort und auf Burg Hauenstein schrieb, komponierte und sang er, wenn er nicht gerade im Auftrag des Kaisers auf Reisen war – oder auf der Flucht vor Herzögen und Bischöfen.


Mehr Infos unter   www.kastelruth.com www.seiseralm.it www.eisacktal.com 

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