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NWZonline.de Ratgeber Reise

Beim World-Cup flippen die Berner aus

12.09.2009

V Die Berner Oberländer werden von ihren Schweizer Landsleuten – vor allem von den „schnellen“ Zürichern – dafür belächelt, dass alles, was sie denken, tun und bewegen, mit eher betulicher Gelassenheit geschieht. Im knapp 1400 Meter hoch gelegenen Adelboden werden jedoch einmal im Jahr alle Regeln dieser angeborenen Langsamkeit über den Haufen geworfen.

Wenn am legendären Chuenisbärgli die besten Skiläufer der Welt zum FIS SKI World Cup starten, herrscht schon Tage zuvor im sonst eher beschaulichen Ferienort Ausnahmezustand, wie er sonst nur beim Karneval in Rio, bei der Fasnacht in Basel oder beim World Cup im österreichischen Kitzbühel zu beobachten ist.

Keine Sperrstunden

30 000 Fans überschwemmen den Ferienort nicht nur des Wintersports wegen, machen gemeinsam mit den Einheimischen die Nacht zum Tag und nehmen etwaige Sperrstunden einfach nicht zur Kenntnis. Das nächste Mal geht dieses Großereignis am 9./10. Januar 2010 über die Bühne. Der deutsche Chef des führenden Adelbodener Hotels „Solis Cambrian Hotel & Spa“, Dirk Spindeldreher, kann schon jetzt für diesen Zeitraum seine Luxus-Herberge als „ausgebucht“ melden. Die Ski-Teams zweier Nationen sowie betuchte Sponsoren werden dann in seinem Haus den Wellness-Bereich und die exquisite Verpflegung genießen.

Für den aus Graubünden stammenden Kurdirektor Roland Huber ist das alpine Großereignis ein nicht wegzudenkender „warmer Regen“ für das Ferienparadies im Berner Oberland, das viele Skifans auch zum Wiederkommen in ruhigeren Zeiten sowohl im Sommer als auch im Winter animiert. Huber schätzt am World Cup neben der

Wertschöpfung von ca. acht Millionen Euro und der Präsenz von 250 Medienvertretern aber vor allem das Engagement der Einheimischen. Etwa zwei Drittel der Einwohner sind schon weit vor dem besagten Wochenende ehrenamtlich mit den Vorbereitungen beschäftigt und zeigen auch während der Renntage enormen Einsatz. Skilehrer und Wanderführer Martin Mauer gehört zu den Helfern an vorderster Front und bescheinigt allen Stars der World-Cup-Szene, dass sie in Adelboden außerordentlich freundlich und volksnah auftreten.

Kurdirektor Huber hat in den sieben Jahren seiner Tätigkeit mit dem „Tempo“ der Adelbodener nicht immer Schritt halten können, ist oft vorgeprescht und hat Erfolg gehabt. Ihm liegt am Herzen, dass der wunderschöne Ferienort seine Beschaulichkeit nicht verliert, sich aber für die Anforderungen der kommenden Jahrzehnte rüstet. Wasser sieht er dabei als „das Gold der Zukunft“.

Dazu passt auch das Tropenhaus, in dem warmes Bergwasser aus einem Tunnelbau zur Aufzucht von Fischen genutzt wird, aber vor allem das Alpenbad-Projekt. Kuwaitis werden dafür 120 Millionen Schweizer Franken (ca. 80 Millionen Euro) mit Schwerpunkt im alpinen Wellness-Bereich investieren (Eröffnung 2011).

Wanderwege-Netz

Aber auch sonst hat der Ferienort viel zu bieten. Das Wanderwege-Netz überzeugt mit überwältigenden Naturerlebnissen – Eiger, Mönch und Jungfrau sind immer wieder im Blickfeld. Überwiegend junge Leute sausen begeistert mit Trottinett, Moutainbike oder Mountain-Scooter auf ausgewiesenen Wegen den Berg hinunter. Ganz groß gefragt ist der Abenteuer-Park Rehärti. Für alle Altersklassen steht zudem die Besichtigung von Alpkäsereien mit Verkostung hoch im Kurs.

Auf einen Erfolg in Zusammenarbeit mit Einheimischen ist Huber besonders stolz. Er hat Landwirte und Apotheker ganz langsam dazu verführt, gemeinsam mit Produkten von den Alpenwiesen Bad-Essenzen unterschiedlicher Aromen zu entwickeln und zu vermarkten.

Wer von den Gästen, die möglicherweise im Herbst nach Pilzen in den Wäldern suchen, die Zeit bis zum nächsten World Cup gar nicht erwarten kann, stellt sich einfach in der Dorfmitte vor ein einzigartiges Monument. Auf dem „Place of Fame“ sind alle Fußabdrücke der Sieger der vergangen World-Cup-Rennen verewigt – vergleichbar mit dem „Walk of Fame“ in Los Angeles, wo Filmstars ihren Handabdruck hinterlassen haben.

Von Andreas Heimann

Århus Großstädte in Dänemark? Da denken die meisten an Kopenhagen und kommen danach ins Stocken. Die Hauptstadt ist so klar die Nummer eins, dass viele Touristen gar nicht wissen, dass es noch ein paar mehr gibt. Die klare Nummer zwei ist Århus (300 000 Einwohner) – und das schon lange. In dem halben Jahrhundert bis 1909 verzehnfachte die Stadt ihre Bewohnerzahl. Bald danach wurde Århus die zweitgrößte Stadt des Landes und ist es seitdem geblieben. Auch touristisch ist es eine klasse Alternative für alle, die von Kopenhagen genug haben.

Auf Jütland ist die Stadt ohnehin die Nummer eins. Königin Margarethe hat hier ein Schloss, Kronprinz Frederik hat in Århus studiert. Das ist nichts Besonderes: Die Uni ist ziemlich angesagt und mit 35 000 Studierenden die zweitgrößte Dänemarks. Das hat dazu beigetragen, dass Århus heute als die dänische Großstadt gilt, in der die Einwohner im Schnitt am jüngsten sind. Annette Weyer kann sich noch gut an die Zeiten davor erinnern, als sie 1976 aus Berlin nach Århus gezogen ist: „Damals war es ganz anders. Abends wusste man oft nicht, wo man hingehen konnte“, erzählt sie bei einer Führung durch das Latinerkvater, dem hippsten Viertel der Stadt.

In der Vestergade reihen sich Cafes und Galerien aneinander. Etliche Mode-Designer sind hier zu Hause. An einer Hausfront ist das berühmte „Atomkraft – Nein danke“-Symbol zu sehen, der Kreis mit der roten Sonne, den auch in Deutschland Tausende von Atomkraftgegnern ans Auto oder an die WG-Tür klebten. „Das Zeichen ist hier in Århus erfunden worden“, erklärt Annette Weyer.

Ein bisschen avantgardistisch war Århus schon immer. Das zeigt auch das Anfang der 1940er Jahre eingeweihte Rathaus. Der Entwurf stammt von Arne Jacobsen, heute der dänische Designer schlechthin. Seit 1984 steht das Gebäude unter Denkmalschutz. Manche Besucher gucken nur vorbei, um zu sehen, wo Hosea Che Dutschke arbeitet, der Sohn von Rudi Dutschke, der bei der Stadtverwaltung beschäftigt ist.

Immer noch ziemlich Avantgarde ist das neue Kunstmuseum ARoS. Es liegt auf dem Weg in die Innenstadt oder besser noch: Der Weg führt mitten durchs Museum hindurch.

Informationen: VisitDenmark, Glockengießerwall 2, 20095 Hamburg, 01805/32 64 63 für 14 Cent/Minute

www.visitdenmark.com

Reise-Informationen in Kürze

Anreise: OLT fliegt von Bremen aus nach Zürich, von dort geht es in ca. drei Stunden mit Zug und Bus weiter. Die Deutsche Lufthansa fliegt von Bremen nach Bern, ca. eineinhalb Stunden dauert die Weiterfahrt mit Zug und Bus.

Freizeit-Angebote: Im Sommer erschließen zwei Luft- und fünf Gondelbahnen 300 Kilometer Wanderwege. Zwei Golfplätze sind in der Nähe (Thun und Interlaken) am Thuner See. Ein Tropenhaus mit Störaufzucht und Anbau tropischer Früchte wird im November 2009 eröffnet.

Die Skiregion Adelboden-Lenk hat 56 moderne Transportanlagen und 185 km Pisten; 74 km Winterwanderwegenetz; 25 km Langlaufloipen. Infos: von Deutschland 0041/ 336 73 80 80

www.adelboden.ch

www.solisadelboden.ch

Reise nicht zu

spät absagen

Coburg/Berlin Wer in Kenntnis von einer Erkrankung eine Reise zu spät absagt, bekommt unter Umständen nichts von der Rücktrittskostenversicherung. Oder das Unternehmen übernimmt von den durch die späte Absage erhöhten Stornokosten nicht die gesamte Summe. Das geht aus einem Urteil des Landgerichts Coburg hervor, auf das der Deutsche Anwaltverein in Berlin hinweist (Az.: 32 S 7/09). In dem Fall hatte ein Mann mit neun Monaten Vorlauf eine Busreise nach Süditalien gebucht und eine Rücktrittsversicherung abgeschlossen. Vier Monate vor Reiseantritt mussten ihm Zehen amputiert werden. Obwohl es massive Probleme mit der Wundheilung gab, sagte der Mann erst eine Woche vor dem Reisetermin ab. Katy Perry rockt

Ischgl Zum Start der Wintersaison bringt der Skiort Ischgl in Tirol einen Weltstar auf die Bühne: Am 28. November gibt Katy Perry („I kissed a girl“) im Paznauntal ein Konzert, zu dem rund 20 000 Besucher erwartet werden. Nach Angaben des Tourismusverbandes ist der Eintritt für alle Inhaber eines gültiges Skipasses kostenlos. Saisonstart in Ischgl ist am 27. November.

www.ischgl.com

Blumenzwiebel-Markt Köln Nicht nur im Frühling ist der Keukenhof bei Lisse in den Niederlanden geöffnet: Der große Blumenhof ist vom 16. bis 18. Oktober der Schauplatz des Nationalen Blumenzwiebelmarktes, bei dem sich auch Hobbygärtner über neue Gewächse informieren können. Auch die Pflanzarbeit der Keukenhof-Gärtner kann dann beobachtet werden, teilt das Niederländische Büro für Tourismus mit. Geöffnet ist der Keukenhof an den Tagen von 10 bis 17 Uhr.

www.keukenhof.nl

Comic-Kunst

Köln In Brüssel gibt eine neue Ausstellung mit dem Titel „Sexties“ jetzt Einblicke in erotische Comic-Kunst. Zu sehen sind im Palast der Schönen Künste 120 Zeichnungen, Fotos und Projektionen aus der Zeit der sexuellen Revolution in den 1960er Jahren, teilt Flanderns Tourismusbüro in Köln mit.

www.brusselscomics.com

Mit Haien tauchen

München In Las Vegas können USA-Urlauber jetzt mit Haien tauchen. Im „Shark Reef Auqarium“ werden 45-minütige Tauchgänge angeboten, bei denen die Teilnehmer die Tiere aus nächster Nähe zu Gesicht bekommen. Nach Angaben der Tourismusvertretung der Stadt dürfen Urlauber ab 18 Jahren mit gültigem Tauchschein mitmachen. Das Erlebnis kostet umgerechnet etwa 465 Euro.

www.sharkreef.com

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