• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Ratgeber Reise

Tour durch die sieben Höllen von Beppu

17.11.2018

Beppu Es mag verwunderlich klingen: Eine Stadt, in der es das ganze Jahr nach faulen Eiern riecht und in der es Orte namens Krokodil-Hölle, weiße Teichhölle und blutige Hölle gibt, zieht Zehntausende Touristen aus aller Welt magisch an.

Vielleicht, weil manche Orte eigentlich eher wie der Himmel – als die Hölle – auf Erden scheinen.

Überall dampft es

Man muss nicht weit umher laufen, um zu sehen, warum Beppu so berühmt ist. In der Stadt an der Beppu-Bucht in der Präfektur Oita (Südjapan) gibt es über 3700 Thermalquellen und fast 170 öffentliche Bäder (Onsen). Überall sieht man Dampf aufsteigen. Beppu ist das Gebiet mit dem meisten Thermalwasser in ganz Japan. Weltweit nimmt es Platz zwei ein, gleich hinter dem Yellowstone Nationalpark. Die Stadt trägt auch den Spitznamen „Hölle von Japan“.

Grund für das außergewöhnliche Phänomen ist die rege geothermische Aktivität in der Region. Der Vulkan Aso liegt nur knapp 100 Kilometer entfernt und ist Japans aktivster Vulkan. Tonnenweise fließt in Beppu täglich das heiße Wasser aus den vielen Bodenöffnungen in der Stadt.

Von den tausenden Quellen haben es sieben zu besonderer Berühmtheit gebracht: Die „Höllen von Beppu“ haben ihren Spitznamen wahrlich verdient. Sie sind so heiß, dass Baden in ihnen tödlich wäre.

Verfluchtes Gebiet

Nun fragt man sich, warum zur Hölle eigentlich Hölle? Schon vor mehr als tausend Jahren war das Gebiet um die Quellen bekannt für dampfende Löcher, rauchende Geysire, blubbernden Schlamm und kochend heißes Wasser. Das Gebiet galt als verflucht. Kein Wunder, dass sich niemand so recht hertraute und die Menschen dem Gebiet den Namen Jigoku (Hölle) gaben. Und auch heute noch brodelt das Wasser teils ungestüm und lärmend aus dem Boden.

Am besten startet man mit der Umi Jigoku, der Meeres-Hölle. Das kobaltblaue, dampfende Wasser lädt geradezu zum Baden ein, ist aber fast 100 Grad heiß. Perfekt, um darin Eier zu kochen – die man am Kiosk für ein paar Hundert Yen kaufen und mit etwas Salz verspeisen kann. Fast an jeder Quelle kann man Lebensmittel kaufen, die entweder im Wasser direkt oder im heißen Dampf der Quelle vor Ort gekocht werden. Zum Beispiel im Dampf gegarter Pudding, Mais oder Süßkartoffeln. Während man bei den Eiern keinen großen Unterschied schmeckt, kann man beim Mais eine feine Schwefelnote erkennen. Ein Erlebnis ist es aber allemal.

Schwerfällig blubbern die Schlammmassen in der Oniishibozu-Jigoku. Diese hat ihren Namen dem Umstand zu verdanken, dass die heißen Schlammblasen aussehen wie rasierte Mönchsköpfe.

Cremeweiß ist das Wasser dagegen in der Shiraike-Jigoku, der weißen Teich-Hölle, die umgeben ist von einem stilvollen japanischen Garten – während in der Chinoike-Jigoku, der Bluthölle, das Wasser rostrot schimmert. Dort gibt es für Souvenir-Jäger auch einen großen Shop, der alles im Sortiment hat, was das Herz begehrt – von höllischen Badesalzen bis leckeren Snacks aus der Region.

Bei der Kamado Jigoku (Kochtopf-Hölle) kann man das heiße Wasser sogar probieren. Es schmeckt aber, nunja, sehr salzig und durchaus gewöhnungsbedürftig. Ihre müden Füße können die Besucher in angenehm warme Fußbäder stecken – und währenddessen Mais, Pudding oder Eier frisch gegart genießen. Außerdem gibt es noch die Tatsumaki Jigoku, wo ein Geysir alle halbe Stunde ausbricht und die Oniyama Jigoku. In der Krokodil-Hölle werden im warmen Wasser Krokodile gezüchtet.

Tour durch die „Höllen“

Für eine komplette Tour durch die Höllen sollte man etwa zwei bis drei Stunden einplanen. Fünf der sieben Quellen liegen nah beieinander, zwei etwas weiter entfernt. Mit dem Bus sind alle gut zu erreichen. Busse fahren direkt vom JR Bahnhof Beppu bis zur Haltestelle Kannawa Bus Terminal. Von dort aus sind fünf Quellen zu Fuß zu erreichen. Zu den zwei weiteren Quellen kommt man vom Terminal per Bus in wenigen Minuten.

Geöffnet ist täglich von 8 bis 17 Uhr. Man kann entweder für jede Quelle einzeln Eintritt bezahlen (400 Yen) oder ein Sammelticket für 2000 Yen (ungefähr 18 Euro) kaufen.

Tonia Hysky
Redakteurin
Online-Redaktion
Tel:
0441 9988 2154
Genießen Sie erholsame Tage in fantastischen Hotels. Bei uns finden Sie Städtereisen, Wellnessurlaub oder Familienferien mit bis zu 67% Ermäßigung. Testen Sie uns!

NWZ-Reisedeals ab 99,99 €
Genießen Sie erholsame Tage in fantastischen Hotels. Bei uns finden Sie Städtereisen, Wellnessurlaub oder Familienferien mit bis zu 67% Ermäßigung. Testen Sie uns!

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.