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NWZonline.de Ratgeber Reise

Recht: Wildcampen großes Problem in Nationalparks

08.05.2021

Berlin /Bad Schandau In der Natur zelten. Ein verlockender Gedanke, denkt sich so mancher. Egoismus auf Kosten der Umwelt, finden viele Naturschützer. Wildcampen ist in Deutschland häufig nicht erlaubt – das wird aber gern missachtet.

Rechtslage

Die genauen Regelungen unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland. In Baden-Württemberg zum Beispiel darf man gar nicht in der Natur zelten. In Schleswig-Holstein wiederum ist eine Nacht erlaubt, aber nicht mitten im Wald. Dieser ist fast immer tabu. Auch in Brandenburg wird eine einzelne Nacht geduldet. Die Höhe der Bußgelder unterscheidet sich ebenfalls je nach Land.Ist das Wildcampen nicht ausdrücklich erlaubt, ist es wahrscheinlich verboten, gibt Swen Walentowski vom Rechtsportal anwaltauskunft.de als Richtschnur aus. An besonders schönen Orten gilt das ohnehin: „In Nationalparks ist Wildcampen grundsätzlich verboten.“ Das gleiche gilt auch für Naturschutzgebiete und viele geschützte Naturräume – worunter oft auch idyllische Flussufer fallen.

Konkrete Auskunft

Naturfreunde informieren sich am besten beim Umweltamt, beim Naturschutzamt oder beim örtlichen Forstamt. Auch die örtlichen Touristeninformationen kennen die lokalen Regeln.

Biwakieren

Das Schlafen unter freiem Himmel ohne Zelt kennt der Gesetzgeber so nicht. Ist es also eine schlaue Notlösung, um rechtlichen Ärger zu vermeiden? „Ich neige zu der Auffassung, dass das Biwakieren unter das Campen fällt, auch wenn der Gesetzgeber das so nicht gedacht hat“, lautet Swen Walentowskis Einschätzung.

Großes Problem

In den Nationalparks in Deutschland sind Wildcamper und Besucher, die sich einfach in die Natur schlagen, durchaus ein großes Problem. Im Nationalpark Sächsische Schweiz hat man in den Jahren 2017 bis 2019 zwischen 20 000 und 35 000 Menschen gezählt, die in den Boofen übernachtet haben – ob legal als Kletterer oder illegal. „Das sind 80 Menschen pro Nacht“, sagt Hanspeter Mayr. „Und von denen geht jeder morgens und abends mal auf Toilette.“

Auch vorsichtiges Biwakieren ist laut Hanspeter Mayr nicht unproblematisch: „Wenn Leute sagen, dass sie doch gar nicht stören, dann muss ich sagen: Doch, es ist so aufgrund der überragenden Sinnesleistungen vieler Tierarten.“ Laut Mayr kann die reine Anwesenheit von Menschen dazu führen, dass sich bestimmte Tiere für oder gegen einen Lebensraum entscheiden.

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