Berlin - Leeuwarden als Kulturhauptstadt Europas und die Landgewinnung in der Zuiderzee – mit diesen beiden Themen wollen die Niederlande 2018 Urlauber ins Land locken. Wie das Niederländische Büro für Tourismus & Convention (NBTC) in Berlin mitteilte, verfolgt es zugleich das Ziel, die Touristenströme regional und jahreszeitlich stärker als bislang zu lenken.
Nach Angaben des NBTC sind 2017 so viele Deutsche wie nie zuvor in die Niederlande gereist. Gezählt wurden fast 5,2 Millionen Besucher, die mindestens eine Nacht im Nachbarland verbrachten. Die Zahl der Gäste aus Deutschland legte damit um etwa zwölf Prozent zu.
Das Büro nennt als einen Grund den „Trend, mehrmals im Jahr Urlaub zu machen“ und dafür nahe gelegene Ziele anzusteuern. Zugleich gehört Amsterdam zu jenen Großstädten in Europa, in denen viele Bürger vermehrt über zu viele Touristen klagen.
Wenn Reisende in Gegenden kommen, in denen die Einwohner sie „nicht mehr als Touristen erfahren, sondern als Einbrecher in ihr Leben, dann ist das nicht gut“, sagt NBTC-Direktor Bram Straatman. Mit Themenjahren, deren Veranstaltungen sich über das ganze Land verstreuen, wollen die Niederlande nun gegensteuern.
Mehr Aufmerksamkeit bekommen soll Leeuwarden in Friesland, das zu den beiden Kulturhauptstädte Europas 2018 gehört. Die Provinz Flevoland wiederum feiert den 100. Jahrestag der Verabschiedung des Zuiderzee-Gesetzes. Dadurch entstand die Insel Flevoland mit der Hauptstadt Lelystad. Dort wird vom 14. bis 16. Juni ein großes Fest zum Thema Wassermanagement gefeiert.
