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NWZonline.de Ratgeber Reise

Farben: Knallbunte Orte gegen graue Tage

23.01.2021

Bonn /Bagan Zartrosa Blüten, orange Pagoden, ein pinkfarbener Salzsee: Die Welt ist wunderbar bunt. Empfehlungen für eine Reise in Gedanken:

Rosa – Hanami-Kirschblüte in Bonn

Mitte April spielt ganz Japan verrückt: Dann wird Sakura, die Kirschblüte, ausgerufen, und das gesamte Land startet zu Hanami, dem Betrachten und Feiern der Kirschblüten. Es ist ein gesellschaftliches Ritual, zu dem aber niemand nach Fernost reisen muss. Bonn tut es nämlich auch. Dort stehen in der Heerstraße und in der Breiten Straße jeweils 60 japanische Nelkenkirschen, die ihre prächtigen Zweige über der Straße zu einem rosa Kirschblütentunnel verbinden. Ein Tipp für alle, die den richtigen Moment nicht verpassen wollen, ist die Webseite von Victoria Harlos, der Besitzerin des Fotoladens „Print and Paint“: Sie hält in ihrem „Kirschblütenblog“ stets den aktuellen Stand der Blüte fest.

Pink – Der Salzsee von Torrevieja

Man mag es kaum glauben, aber dieser See ist tatsächlich pink. Es gehört zu einer Salzlagune an der Costa Blanca im Süden Spaniens. Dort, bei der Stadt Torrevieja, führt die Straße von Alicante her an zwei Salzseen vorbei – einer leuchtet türkis und der andere ist pink! Die Pop-Art-Kaugummifarben des Wassers werden seltenen Mikroalgen zugeschrieben, die in stark salzhaltigem Wasser wachsen. Die Pink Lady unter den Bakterien heißt Dunaliella Salina. Sie produziert den Farbstoff aus ganz praktischen Gründen: So kann sie das Sonnenlicht besser absorbieren. Im Frühjahr können Tierfreunde an den Salinen von Torrevieja ein Spektakel beobachten: Während der Brutzeit kommen dann mehr als 2000 Flamingos und machen den See zur doppelten rosa Attraktion. Die Gemeinde Torrevieja kümmert sich darum, dass der Lebensraum in den kritischen Zeiten geschützt wird.

Gelb – La Boca in Buenos Aires

Ein bunter kleiner Gehweg wird zur Fotoattraktion. So etwas gibt es auch in Paris, Warschau und Kopenhagen. Aber das Original findet sich in Südamerika: La Boca. Im bitterarmen einstigen Matrosenviertel von Buenos Aires bemalten die Werftarbeiter einst der Legende nach die Wellblechwände ihrer Häuser mit dem übrig gebliebenen Schiffslack. Wahrzeichen des Viertels ist El Caminito, die 100 Meter lange Fußgängerzone voller Restaurants, Kneipen und Cafés. Der Caminito, auf Deutsch „kleiner Gehweg“, glänzt bis heute in ein paar rosa und himmelblau, vorwiegend aber kanariengelb gestrichenen Häusern. Auf die Fassaden haben Straßenkünstler Diego Maradona gemalt und den Papst. Klar, dass da die Instagram-Generation in Scharen einfällt, um „ihr“ Bild zu machen. Die Porteños (so nennen sich die Einwohner) haben sich damit arrangiert. Wie könnte man es leichter schaffen als mit ein paar Kübeln Farbe, dass die Touristen aus dem zehn Autominuten entfernten Stadtzentrum in den sonst eher verruchten Vorort kommen – und dann auch noch jede Menge Souvenirs kaufen?

Grün – Nordlicht auf den Lofoten

Über dem nordischen Winterhimmel leuchtet es magisch. In der Zeit zwischen November und März sieht man aufgrund der Dunkelheit fast täglich Polarlichter über den Himmel flirren. Für Physiker sind sie nur elektrisch geladene Teilchen des Sonnenwindes, für die Norweger dagegen der ersehnte Farbtupfer in der langen Winternacht. Auf der Inselgruppe der Lofoten gibt es längst Nordlichtsafaris, die zu Aussichtspunkten führen, von denen man das magische Himmelslicht angeblich besonders gut beobachten kann. Aber sowohl in seiner Form als auch in seiner Häufigkeit ist die Himmelserscheinung ein launischer Begleiter. Richtig dunkel ist es auf den Lofoten von Ende November bis zum 7. Januar. Der Tag, an dem die Sonne das erste Mal wieder auftaucht, ist für die Bewohner fast wichtiger als Weihnachten. Für Nordlichtfans ist die Dunkelheit dagegen ein Segen. Nur weil die Sonne anderswo Urlaub macht, kann man ja das Nordlicht so prächtig sehen.

Orange – Die Pagodon von Myanmar

Sie ist ein Höhepunkt jeder Burma-Reise: die alte Königsstadt Bagan mit ihren insgesamt mehr als 2000 über die Ebene verstreuten Pagoden. Eine Stunde vor Sonnenaufgang werden die Fotografen nervös: Dann gilt es, den idealen Platz für ein ganz in Orange getauchtes Bild des größten buddhistischen Ruinenfeldes der Erde zu finden.

Seit 2018 (nach einem Erdbeben) ist glücklicherweise das früher übliche wilde Klettern auf die Tempel verboten. Es gibt allerdings immer noch zahlreiche Pagoden, deren Besteigen erlaubt ist oder die im Rahmen einer Führung bestiegen werden dürfen. Da kann man es sich dann in kleinerer Gruppe bequem machen und gemeinsam auf die ersten Heißluftballons warten, die dem mystischen Spiel von Schatten, Dunst und Licht den letzten wichtigen Tupfer aufsetzen.


Kirschblütenblog unter   www.printandpaint.de/kirschbluete-bonn 

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