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NWZonline.de Ratgeber Reise

Kreuzfahrt: Norwegens ungeschminkte Schönheiten

13.08.2022

Bremerhaven /Leknes Während einer Norwegen-Kreuzfahrt reißt die Kette der Höhepunkte nicht ab. Steile Berge und Gletscher, tiefe grüne Täler und kristallklares Wasser in helltürkis bis dunkelblau bestimmen das Landschaftsbild.

Die Welt der Fjorde und Schärengärten ist ein beeindruckendes Kreuzfahrtrevier, in dem es auf jeder Reise wieder etwas Neues zu entdecken gibt. Ganz langsam schälen sich die Berggipfel aus dem morgendlichen Frühnebel als die „Costa Fortuna“ Kurs auf die kleine Fjordstadt Molde nimmt. Die ist in Form eines Fischerdorfes angelegt und schmiegt sich ans Ufer der weiten Mündung des Romsdalsfjords. Der Anleger für Kreuzfahrtschiffe befindet sich, wie in vielen norwegischen Städten, mitten im Ort. So kann man die Sehenswürdigkeiten des Dorfes bequem zu Fuß erreichen.

Begonnen hat unsere Reise mit der „Costa Fortuna“ vor fünf Tagen an der Columbuskaje in Bremerhaven. Viele Urlauber finden Gefallen an der entspannten Abreise „vor der Haustür“, so dass die Veranstalter immer mehr Fahrten ab Bremerhaven anbieten. Allein Costa ist in dieser Saison mit 25 Anläufen vertreten.

Außergewöhnliche Orte

Unsere Reise-Route verheißt den Besuch einiger seltener angelaufenen Orte. Dazu gehört auch Molde. Höchster Aussichtspunkt ist der Varden mit 407 Metern über dem Meeresspiegel. Von dort hat man eine imposante Fernsicht auf 222 teils schneebedeckte Gipfel. Am frühen Nachmittag setzt die „Costa Fortuna“ ihre Fahrt durch den Romsdalsfjord ins Landesinnere fort. Nach zwei Stunden erreichen wir Åndalsnes. Es hat nur 2200 Einwohner und ist umgeben von steil aufragenden Bergen und malerischen Tälern.

Das futuristische Info-Zentrum befindet sich gegenüber vom Anleger. Auch der Bahnhof und das Norsk Tindesenter (Bergsteigerzentrum) sind schnell erreichbar. Den ganzen Sommer über ist die Region Romsdal ein Paradies für Kletterer, Bergwanderer und Angler. Absolutes Highlight ist die neu gebaute Seilbahn, die direkt auf den 700 Meter hohen Berg Nesaksla führt. Den traumhaften Rundblick auf unzählige Berge, Seen und den Romsdalsfjord, dessen Wasser silbern glänzt, sollte man sich nicht entgehen lassen.

Trauminsel am Polarkreis

Auf Åndalsnes folgt ein Seetag, den wir für einige der zahlreichen Unterhaltungsangebote und das große Spa des Schiffes nutzen. Am Abend lassen wir uns wie jeden Tag lukullisch mit einem Mehr-Gänge-Menü verwöhnen, das von drei Sterneköchen für Costa kreiert wurde. Schon bevor wir das Restaurant betreten, haben wir es auf der Costa-App auf Deutsch gelesen und je nach Gusto ausgewählt.

Gegen Mitternacht passieren wir den Polarkreis. Von nun an bleibt es 24 Stunden hell, wir fahren ins Land der Mitternachtssonne, die Nordnorwegen in ein tiefes Orange-Rot taucht. „Trauminseln über dem Polarkreis“ oder schlicht „Archipel des Kabeljaus“ werden die Lofoten oft genannt. Die rund 170 Kilometer lange Inselkette im Atlantik gehört mit ihrem majestätischen Bühnenbild der Lofotenwand zu den faszinierendsten Teilen der norwegischen Küste. Von Januar bis April dreht sich dort alles um den Kabeljaufang. Das Gros wird zu Stockfisch verarbeitet, das heißt auf großen Holzgerüsten in Wind und Sonne getrocknet, und dann ins Ausland verkauft.

Ort Å ein Museum

In Leknes geht die „Costa Fortuna“ vor Anker, und wir müssen tendern. Der zweitgrößte Ort auf der Insel Vestågøy liegt im Zentrum des Lofoten-Archipels. Ein Tagesausflug führt uns nach Å (ausgesprochen wie Oh), der Ort mit dem kürzesten Namen der Welt. Manch einem Touristen kommt ein erstauntes „Oh“ über die Lippen, wenn er feststellt, dass die Europastraße 10 (eine Autobahn) in Å einfach endet. Das ganze Dorf ist ein lebendes Museum. Jedes Haus darf betreten werden, das nicht ausdrücklich als privat gekennzeichnet ist. Vom Bootsbauer über das Stockfischmuseum bis zur Lebertran-Fabrik kann alles besichtigt werden.

Und noch eine Überraschung liegt auf dem Weg zwischen Leknes und Å: In Ramberg gibt es einen großen Badestrand mit schneeweißem Sand, wie man ihn sonst in der Karibik findet. Des Rätsels Lösung: Es handelt sich um Korallensand. Vor der Lofoten-Küste erstreckt sich ein über 40 Kilometer langes Kaltwasser-Korallenriff. Die bunten Kaltwasserkorallen sind die heimlichen, ungeschminkten Schönheiten der arktischen Unterwasserwelt. In Ballstad gibt es sogar eine Tauchbasis.

Kunst im Fischerdorf

Berühmt für seine zahlreichen Galerien und die Kunsthalle Kaviar Factory ist das kleine Fischerdorf Henningsvær nordöstlich von Leknes. Das ehemalige Industriegebäude ist heute eine Kunsthalle, in der nationale und internationale Kunst der Gegenwart gezeigt wird. Renommierte Künstler wie Ai Weiwei und Olafur Eliasson haben dort ausgestellt.

Über Narvik führt der Weg nach Bodø. Zurzeit bereitet sich die Stadt, von der Fähren auf die Lofoten fahren, auf ihre Rolle als Europäische Kulturhauptstadt 2024 vor. Hauptattraktion in Bodø ist das Norsk Luftfahrtmuseum, das größte Nordeuropas. Einmal selbst Pilot spielen kann man in der Newton Flight Academy mit ihren Flugsimulatoren, für die sich eine online-Reservierung vorab empfiehlt. Eine halbe Stunde für zwei Personen kostet circa 44 Euro.

Auf der Rückfahrt geht es nach Måløy. Die kleine Stadt ist vor allem für ihre Brücke über den Ulvesund berühmt. Die ist mit 1224 Metern nicht nur besonders lang, sondern stimmt auch bei Wind aus einer bestimmten Richtung ein hohes C an.

Letzte Station und einer der Höhepunkte ist die über 100 Kilometer lange Fahrt der „Costa Fortuna“ durch den Sognefjord zum Dörfchen Vik, in dem wir eine wunderschöne Stabkirche aus dem Jahr 1070 besichtigen. Auf der Rückfahrt können wir noch einmal die Schönheit der norwegischen Fjordlandschaft „inhalieren“ bevor es Richtung Heimat geht.

Das Schiff:Die „Costa Fortuna“ bietet auf 13 Decks Platz für über 3000 Passagiere in komfortablen Kabinen oder Suiten. Das Schiff verfügt über eine neun Decks hohe Empfangshalle mit Panorama-Aufzügen, elf Bars und vier Restaurants. Kinder bis 17 Jahre reisen in der Kabine der Eltern kostenfrei.

Für Unterhaltungan Bord sorgen ein dreistöckiges Theater, ein Kasino, eine Diskothek, eine Shopping-Meile und zahlreiche Unterhaltungsangebote. Es gibt ein großes Fitnesscenter mit diversen Geräten und Kursen. Das 1300 m² großen Spa umfasst Wellnessanwendungen, Türkisches Dampfbad und Sauna. Eine Wasserrutsche, vier Swimmingpools (einer überdacht) und mehrere Whirlpools stehen ebenfalls zur Verfügung. Im Squok Kinder-Club werden die Kleinen betreut.

Die Costa-App:Am besten schon zu Hause herunterladen. An Bord in den Flugmodus gehen und dann über WLAN mit dem kostenlosen App-Netz des Schiffs verbinden. So kann man ganz bequem u.a. die Bord-Broschüren und Tagesprogramme anschauen, Ausflüge buchen sowie Speisekarten vorab lesen. Andere Internetverbindungen sind kostenpflichtig.


  www.costakreuzfahrten.de 
Tickets für Romsdal-Seilbahn:   https://billetter.romsdalen.no/en 
     www.luftfartsmuseum.no 
     www.newtonflightacademy.com 
     www.lofoten-diving.com 

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