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NWZonline.de Ratgeber Reise

Blümchen pflücken im Vorbeifahren

08.12.2018

Chicago /Montreal „Wir wollten eine Lücke schließen“, sagen die erfahrenen Kreuzfahrer Inge (66) und Horst (68). Für das Ehepaar war bei der Buchung nicht das Schiff, sondern die Route entscheidend – und die wird im deutschsprachigen Markt nur von der „MS Hamburg“ regelmäßig befahren.

Eine Kreuzfahrt mit dem 21 Jahre alten Schiff auf den riesigen Binnenmeeren zwischen Kanada und den USA und auf dem St.-Lorenz-Strom bietet ein abwechslungsreiches Kontrastprogramm. Einsame Wälder, lange Sandstrände, der Besuch von Weingütern und Brauereien, beschauliche bis lethargische Kleinstädte und faszinierende Großstädte wie Chicago, Detroit, Toronto und Montreal – all das können die Urlauber erleben.

Blues in Chicago

„Nach dem Bürgerkrieg kamen viele befreite Sklaven aus den Südstaaten in die Region, denn damals war das Zugticket an die Großen Seen billiger als das nach New York“, erklärt uns Lektorin Heike Fries an Bord. „Sie brachten ihre Musik und den Blues mit nach Chicago.“

„Der Name Chicago kommt aus dem indianischen Checagou und bedeutet Wilde Zwiebel, es liegt am Rande der Prärien“, erläutert Gästeführer Robert. Heute glänzt die Stadt mit ihren schicken Wolkenkratzern aus dem 20. Jahrhundert. Die Hochbahn ist das Wahrzeichen der City, und der Millennium-Park mit seinen überdimensionierten Skulpturen ist ein Touristenmagnet.

Ein Ausflug in die Einsamkeit der Wälder Nord-Michigans, das die längste Süßwasserküste der USA besitzt, führt die Reisenden auch zu den 140 Meter hohen Sleeping-Bear-Dunes am National Lake Shore. Wie ein Peeling treibt der Sturm den feinen Sand über Haut und Haare.

Weiter geht die Reise nach Detroit. Vom kanadischen Windsor (Ontario), wo die „MS Hamburg“ am Detroit River liegt, hat man einen hervorragenden Blick auf das gegenüber liegende Detroit mit seiner strahlend neuen Waterfront. Das Zentrum sowie die Gegend um die Universität sind aufpoliert.

Spannend wird es für die Passagiere, aber auch für Kapitän und Mannschaft, wenn die „MS Hamburg“ auf ihrem Weg nach Osten die Niagarafälle durch den 43,3, Kilometer langen Welland-Kanal umschifft. Ganz langsam bewegt sie sich bei Port Colborne auf die erste der acht Schleusen zu, die den Eriesee mit dem Ontariosee verbinden. 15 Schleusen sind es auf der gesamten Strecke. Die schmalste misst gerade mal 24 Meter in der Breite. Das ist für die 21,5 mal 144 Meter große „MS Hamburg“ so knapp, dass man im Vorbeifahren Blümchen oder Unkraut pflücken könnte.

Ein Hauch von Bretagne

„Bonjour, Montreal“, heißt es am Ende der Reise in Kanada. Mit ihrem Kopfsteinpflaster wirkt die Altstadt wie ein Stück Bretagne, dahinter erheben sich Wolkenkratzer wie in einer amerikanischen Großstadt. Vom Liegeplatz der „MS Hamburg“ sind es keine zehn Minuten, und die Stadt lässt sich zu Fuß wunderbar erkunden. Vor der Basilika Notre-Dame mit ihrer gotischen Architektur stehen Touristen für Eintrittskarten an, um die außergewöhnliche Musik- und Licht-Show in der Kirche zu erleben. Draußen pfeift der Wind und pustet die rot-gelb gefärbten Blätter von den Laubbäumen. Der Indian Summer hat seinen Höhepunkt bereits überschritten.

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