DAVOS/KLOSTERS - Die Auswahl der Strecken ist groß. Ein Teil ist auch für Familien geeignet.

Von Detlef Berg

DAVOS/KLOSTERS - „Willkoma bin Ünsch! – Willkommen bei uns“ – so begrüßen die Menschen im Prättigau ihre Gäste. Auch Martina Schmidt, Skilehrerin in Klosters, empfängt mit diesen Worten die Teilnehmer eines Langlaufkurses. „In den Bergen der Silvretta und des Rätikon finden Wintersportbegeisterte ein reiches Betätigungsfeld“, schwärmt Schmidt von der Ferienregion Klosters-Davos im Schweizer Kanton Graubünden.

Mit geübtem Blick prüft Martina Schmidt, ob alle Skibindungen fest geschlossen sind. Dann gibt es noch einige Hinweise zur Technik des Langlaufs, und schon geht es los. Mit kräftigen Schwüngen startet sie in die frisch gespurte Loipe, die vom Sportzentrum Klosters zur Alp Novai am Talende und zur Alp Garfiun führt. Dort lockt ein rustikaler Gasthof zur Rast. Auch Spazierwege sind ein fester Bestandteil des Freizeitangebots von Klosters.

„Die Abfahrten von Davos und Klosters gehören zu den skifahrerischen Leckerbissen der Alpen“, meint Christian Neureuther. „Am Gotschnagrat laufen einem angesichts der Neigung kalte Schauer über den Rücken, am Madrisa dagegen gleiten sie sonnenverwöhnt, baumlos, harmonisch dahin“, sagt der bekannte Skiläufer. Auch die Snowboarder finden hier ihr Dorado.

Anders als das ursprüngliche Klosters präsentiert sich Davos als größter Ferienort der Alpen mit städtischem Flair. Die im Landwasser-Hochtal gelegene Kur- und Kongressstadt hat rund 13 000 Einwohner und mehr als 22 000 Gästebetten. Mit ihrem gesunden Klima war die höchst gelegene Stadt Europas (1560 Meter) noch vor 100 Jahren ein einziges Sanatorium für Lungenkranke. Thomas Mann hat diese Welt in seinem Roman „Der Zauberberg“ beschrieben.

Die schöne Hochgebirgslandschaft inspirierte auch andere Künstler. Der Maler und Grafiker Ludwig Kirchner kam 1917 nach Davos und arbeitete hier bis zu seinem Freitod im Jahr 1938. Das Kirchner-Museum beherbergt mit mehr als 500 Werken die größte öffentliche Kirchner-Sammlung überhaupt.

Fünf weitere Museen öffnen ihre Pforten für Besucher. Skilehrer Wilhelm Bartli empfiehlt vor allem das Wintersportmuseum: „Dort wird die Entwicklung der verschiedenen Wintersportarten dargestellt.“ Schließlich verfügt Davos über eine der größten und schnellsten Natureisbahnen der Welt, auf der viele Eisschnelllauf-Rekorde aufgestellt wurden. „Davos ist auch die Wiege des Schlittensports“, erzählt Bartli. Der erste wurde 1865 hier gebaut.

Infos: Tel.: 00800/10 02 00 30

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