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NWZonline.de Ratgeber Reise

Dubrovnik werden die Touristen zu viel

29.09.2018

Dubrovnik Marc van Bloemen lebt seit Jahrzehnten in der Altstadt von Dubrovnik. Bisher sah er darin ein Privileg, wie er erzählt. Doch nun sei das Leben in der südkroatischen Stadt, der „Perle der Adria“, zum Albtraum geworden.

Heerscharen von Touristen verstopften täglich die Eingänge in den historischen Stadtkern, der auf der Liste des Weltkulturerbes der Unesco steht. Tausende weitere gehen täglich von Bord riesiger Kreuzfahrtschiffe. In der berühmten Fußgängergasse Stradun mit ihrem Pflaster aus Kalksandstein und ihren mittelalterlichen Kirchen und Palästen rempeln sich die Besucher an, während Fans der Erfolgsserie „Game of Thrones“ nach deren Drehorten Ausschau halten.

Die Altstadt von Dubrovnik ist mit ihren 2500 Einwohnern ein Paradebeispiel für die Auswirkungen des Massentourismus an einem relativ kleinen Ort. Angesichts steigender Gästezahlen überlegen die örtlichen Behörden nun, wie sie mit dem Besucherstrom umgehen sollen, ohne den Charme der Stadt aufs Spiel zu setzen.

„Es ist unvorstellbar, es ist, als würden wir mitten in Disneyland leben“, klagt van Bloemen, der seit seiner Kindheit in der Altstadt von Dubrovnik wohnt. Von seinem Haus aus hat er einen Blick auf den geschäftigen Alten Hafen in der Nähe der historischen Stadtmauer.

An einem typischen Tag laufen hier etwa acht Kreuzfahrtschiffe ein, von denen jedes etwa 2000 Besucher ausspuckt. An einem Tag zählte van Bloemen sogar 13 Schiffe. „Wir bemitleiden uns selbst, aber auch die Touristen, denn sie können die Stadt nicht mehr spüren, weil sie ständig mit anderen Touristen zusammenstoßen“, sagt der Bewohner. „Es ist ein einziges Chaos.“ Das Problem schadet bereits dem internationalen Ruf von Dubrovnik. Die Unesco warnte im vergangenen Jahr, dass wegen des Anstiegs der Urlauberzahlen der Welterbestatus der Stadt auf der Kippe stehe.

In dem beliebten Reiseblog Discoverer hieß es kürzlich, ein Besuch in der historischen Stadt sei „ein Höhepunkt jeder Kroatien-Reise, aber die Menschenmassen in den engen Straßen und Passagen verhindern ein hochwertiges Reiseerlebnis“. Die besondere Aufmerksamkeit, die der Stadt als Drehort von „Game of Thrones“ zuteil werde, schaffe zusammen mit dem Anlaufen der Schiffe „ein Problem von epischem Ausmaß“.

Die Autoren raten Reisenden zum Besuch anderer malerischer Altstädte in der Nähe: „Anstatt zu versuchen, zu den Glücklichen zu gehören, die eine Eintrittskarte für die Sehenswürdigkeiten von Dubrovnik ergattern, testen Sie die reizvolle Stadt Ohrid im nahe gelegenen Mazedonien.“

Im vergangenen Jahr hatten die örtlichen Behörden bereits einen Plan unter dem Motto „Respektieren Sie die Stadt“ ausgerufen. Damit soll die Zahl der Kreuzfahrtgäste auf ein Maximum von 4000 zu jedem Zeitpunkt am Tag begrenzt werden. Allerdings steht die Umsetzung des Vorhabens noch aus.

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