DUNEDIN - Was aus der Ferne noch wie ein Felsblock am einsamen Strand gewirkt hat, beginnt sich träge zu bewegen. Mit einem Mal sehen sich die Spaziergänger einem Seelöwen-Koloss gegenüber: Majestätisch thront das riesige Tier im Sand. Es sind ungewöhnliche Begegnungen wie diese, die einen Besuch der Otago-Halbinsel zu einem Höhepunkt jeder Neuseeland-Reise werden lassen. Die kleine Landzunge im Süden der Südinsel gilt als ein einzigartiges Tierparadies.
Die Otago-Halbinsel liegt nur wenige Kilometer von Dunedin, der viertgrößten Stadt Neuseelands, entfernt. Vom Charakter eines Naherholungsgebiets kann trotzdem keine Rede sein: Das hügelige Weideland im Landesinneren und die wild zerklüftete Steilküste erinnern an Schottland, die Highcliff Road in der Mitte des Landstreifens offenbart in beide Richtungen spektakuläre Blicke auf den Pazifik.
Schmale Pfade durch gelb blühende Büsche führen zu Buchten, in denen Hooker’s Seelöwen, seltene Pinguine, Robben und Kormorane leben. „Ich könnte nie in der Stadt leben“, erzählt der Gästehausbesitzer und Schaffarmer John, während er auf seiner Terrasse den Blick über den Meeresarm Otago Harbour genießt.
Die meisten Ausflügler aus Dunedin buchen geführte Touren zu den sichersten Tier-Beobachtungsposten.
Ganz im Norden der Halbinsel liegt einer der stärksten Anziehungspunkte: das Vogelschutzgebiet am Taiaroa Head mit der einzigen Festlandkolonie von Königsalbatrossen. An den Sandbuchten im Nordwesten ist mit der Kolonie der Gelbaugenpinguine auch eine absolute Seltenheit anzutreffen: Weltweit leben nur 1000 Exemplare dieser stark bedrohten Art. Aus Verstecken heraus können Touristen die Pinguine mit dem leuchtend gelben Streifen am Kopf beobachten.
Infos: newzealand.com
