San Francisco - Wichtiger Hinweis für USA-Urlauber, die es in den Sonnenstaat Kalifornien zieht: Der Highway 1, eine der berühmtesten Panoramastraßen der Welt, ist derzeit nicht uneingeschränkt zu genießen. Wegen eines Brückenschadens südlich der Küstenstadt Monterey ist die legendäre Route, die entlang des Pazifiks führt, seit Februar nicht mehr durchgängig befahrbar.
Zudem blockiert seit Mai ein gewaltiger Erdrutsch die Straße. Eine Million Tonnen Erde und Steine rutschten einen Berg herab auf die Straße und in den Pazifik. Die Straße war an der Stelle bereits wegen sintflutartiger Regenfälle gesperrt gewesen.
Dies zwingt viele USA-Touristen zu Änderungen ihrer Fahrtrouten. Die Organisation Visit California erklärte jüngst auf der Reisemesse IPW in Washington, wie Autoreisende die Sperrung umfahren können: Von Norden kommend in Monterey auf den Highway 68 abbiegen. Beim California Welcome Center in Salinas in Richtung Süden auf den Highway 101 abbiegen. Dann in El Paso de Robles auf den Highway 46 wechseln und zurück zur Küste fahren. Südlich von Hearst Castle stößt die Straße wieder auf den Highway 1.
Die Umfahrung ist 180 Meilen lang, das sind rund 290 Kilometer. Autoreisende müssen mit knapp zweieinhalb Stunden Fahrzeit rechnen.
Im Norden ist der Highway 1 weiterhin bis zur Big Sur Ranger Station südlich von Monterey befahrbar. Im Süden kommen Reisende bis zum Ragged Point. An beiden Punkten müssen sie allerdings umkehren und einige Meilen zurückfahren, um zur Umfahrungsstrecke zu kommen.
Unterbrochen ist der Highway 1 – der eigentlich California State Route 1 heißt – in Höhe des Pfeiffer Canyons rund 200 Kilometer südlich von San Francisco. Ein Erdrutsch hat dort eine tragende Säule einer Brücke so schwer beschädigt, dass ihr Einsturz droht.
Die Bauarbeiten werden mindestens bis Ende des Jahres dauern. In Kalifornien gab es in diesem Winter eine Reihe von Erdrutschen, Überflutungen und Straßensperrungen entlang der Küstenstraße.
