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NWZonline.de Ratgeber Reise

Magische Momente in Monets Gartenreich

11.08.2018

Giverny Étretat, Giverny, Honfleur und Rouen: Das sind die Wirkungsstätten von Claude Monet (1840–1926) und anderen Malern, die uns auf einer einwöchigen Flusskreuzfahrt mit der „Seine Comtesse“ von Paris bis an den Ärmelkanal begegnen. Zu den Höhepunkten gehört Monets paradiesisches Anwesen in Giverny, wo der Mitbegründer des Impressionismus bis zu seinem Tod 1926 über 40 Jahre mit seiner Familie in einem rosafarbenen, großen Landhaus mit grünen Fensterläden wohnte.

Das Idyll – bestehend aus einem riesigen Ziergarten, dem japanischen Wassergarten mit Seerosenteich und der grünen japanischen Brücke, umgeben von Bambus und Weiden – hat der Künstler zu allen Jahreszeiten mit seinen Licht- und Schattenspielen auf Leinwand festgehalten. Weil Monet es so wollte, blüht der Ziergarten das ganze Jahr über. Besucher erleben magische Momente in diesem Reich, das von zwölf Gärtnern gepflegt wird.

Wir sind in Paris gegenüber dem Citroën-Park an Bord gegangen. Mit Einbruch der Dunkelheit können wir auf dem Sonnendeck der „MS Seine Comtesse“ die allabendliche Illumination des Eiffelturms mit seinen 20 000 blinkenden Lichtern genießen.

Wer nicht am Montmartre war, war nicht in Paris: Von der Basilika Sacré-Cœur hat man den schönsten Blick auf die Metropole. Auch heute noch arbeiten auf dem Place de Tertre die Maler im Freien. Touristen bevölkern die engen Gassen. Stadtführer warnen ihre Gäste vor Taschendieben und Hütchenspielern. Aber es gibt auch durchaus charmante Ecken, wie zum Beispiel das Musée de Montmartre mit Blick auf die versteckten Weinberge, das Dalí-Museum und die letzten zwei verbliebenen Windmühlen.

Nur 13 Kilometer fließt die Seine durch die Hauptstadt, bevor sie sich in Schleifen durch die bezaubernde Landschaft der Normandie bis zum Ärmelkanal ihren Weg bahnt. Auf ihrer Fahrt bis ans Meer muss die „Seine Comtesse“ sieben Schleusen passieren. Die letzte befindet sich vor Rouen, wo die Seine vorübergehend ihren jungfräulichen Charme verliert. Aus dem lieblichen, schmalen Fluss mit unberührten Wäldern, grünen Ufern und bizarren Kalk-Sandstein-Felsen, die sich im Wasser spiegeln, wird dort bis zum Ärmelkanal ein breiter Strom, den auch 100 000-Tonnen-Tanker befahren können.

Rouen, die Hauptstadt der Normandie, ist ein gotisches Freilichtmuseum mit 100 Kirchtürmen, hübschen Fachwerkhäusern, banalen Industriebauten. Auf dem alten Marktplatz wurde Jeanne d’Arc 1431 auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Der Nationalheldin ist eine eigene Kirche gewidmet.

Auf der Vorderfront von Rouens Kathedrale, die Claude Monet auf der Suche nach dem Licht in 33 Variationen gemalt hat, ist noch bis zum 22. September mit Einbruch der Dunkelheit ein buntes mittelalterliches Lichtspektakel zu sehen.

Honfleur im Département Calvados mit seinem alten Hafen, in dessen Wasserbecken sich die schmalen Fischerhäuser spiegeln, ist ein bezauberndes Küstenörtchen, in dem im 19. Jahrhundert junge Maler den Impressionismus entdeckten. Eine besondere Attraktion von Honfleur ist die Kirche Sainte Catherine aus dem 15. Jahrhundert, die von Schiffszimmerleuten ganz aus Holz gebaut wurde. Der Wochenmarkt bei der Kirche ist der ideale Platz, die Normandie kulinarisch zu entdecken. Im kleinen Seebad Étretat versteht man beim Anblick der Kreidefelsen und der drei Felsentore sofort, warum nicht nur Claude Monet und Edgar Degas dort im Freien ihre Staffeleien aufstellten.

Unsere Fahrt auf den Spuren der Impressionisten ist auch eine Reise in Frankreichs Vergangenheit. Über dem Fachwerkstädtchen Les Andelys, das malerisch in einer Flussbiegung liegt, thront auf den Kalksteinklippen im warmen Licht der Abendsonne die Ruine der Burg, die Richard Löwenherz im 12. Jahrhundert errichten ließ.

Anreise: Die Anreise kann über den Reiseveranstalter Nicko Cruises dazu gebucht werden. Individuelle Anreise: mit der Bahn nach Paris, von dort mit der Metro nach Javel-André Citroën. Ab Bremen Direktflug mit Air France nach Paris Charles de Gaulle. Vom Airport mit TGV und Metro (ca.14 Euro/Pers.) oder mit dem Taxi (55-65 Euro) nach Javel - André Citroën.

Das Schiff: Die „MS Seine Comtesse“ ist 114,3 Meter lang und 11,4 Meter breit. Sie kann 150 Passagiere aufnehmen. Die Kabinen (11 bis 14 Quadratmeter) sind stilvoll und komfortabel eingerichtet. Es gibt ein Sonnendeck mit Sonnensegeln und ein Panorama-Restaurant.

Reiseliteratur: „Normandie“ von Klaus Simon, Dumont, 120 S., 11,99 Euro


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