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NWZonline.de Ratgeber Reise

Jubiläum: Ältester deutscher Nationalpark wird 50

15.08.2020

Grafenau Seit 113 Jahren war der Raue Flachkäfer im Bayerischen Wald nicht mehr gesichtet worden, er galt dort als ausgestorben. Im Herbst 2019 entdeckt der Forstwissenschaftler Jörg Müller in einem Fichtenstumpf ein Exemplar der kleinen Krabbler. Ein echtes Urwaldrelikt. Damit die Käferart überleben kann, braucht sie vor allem reichlich Totholz mit Baumschwämmen. Davon gibt es im Bayerischen Wald genug. Der älteste Nationalpark Deutschlands ist ein Waldschutzgebiet, in dem sich zahlreiche seltene Tierarten tummeln. Vor 50 Jahren ist er gegründet worden. Hier sollte sich Natur ihrer Natur entsprechend entwickeln können.

Das Ziel, das die Gründerväter des Nationalparks vor Augen hatten, sei erreicht worden, bilanziert Direktor Franz Leibl. Der Wald habe sich immer mehr in Richtung Urwald entwickelt. Inzwischen seien etwa 11 000 Tier-, Pilz- und Pflanzenarten im Bayerischen Wald nachgewiesen worden – darunter allein 16 Urwaldrelikt-Käferarten. Diese sind auf von Menschen ungestörte Waldstrukturen angewiesen.

Auch Fledermäuse, Rotwild, Luchse und Biber fühlen sich in dem Areal wohl – ebenso der gefürchtete Buchdrucker. Die Borkenkäferart ist für den Nationalpark eine Herausforderung, wie für Privat- und Wirtschaftswaldbesitzer auch.

Nach einem massenhaften Befall durch den Borkenkäfer in den 90er Jahren hat sich der Wald im Nationalpark den Angaben nach erholt und deutlich verjüngt. Die abgestorbenen Bäume dienen seltenen Arten als Lebensraum, die auf Totholz angewiesen sind. Jörg Müller zeigt beim Spaziergang durch den Wald auf Baumstümpfe, auf denen sich Pilze ausgebreitet haben. Etwa drei Wochen nachdem der Buchdrucker da war, ist ein Baum tot, erklärt er. „Dann kommt der Pilz.“ In der Natur gebe es immer Gewinner und Verlierer, sagt Müller. „Egal, was der Mensch tut.“ Im Nationalpark profitierten allein 200 Pilzarten von Totholz – und der Raue Flachkäfer.

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