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NWZonline.de Ratgeber Reise

Exklusives Naturtheater in 3883 Metern Höhe

13.04.2019

Graubünden Welch‘ ein grandioser Blick: Wie im Flug schweifen die Augen über die Königs-Gipfel der Alpen – hinten links der Mont Blanc (4810 Meter), zum Greifen nah das Matterhorn (4478), weiter geht’s zu Eiger (3967), Mönch (4107) und Jungfrau (4158), abgeschlossen wird das Panorama vom Monte-Rosa-Massiv. Die Bergwelt von Frankreich, Schweiz, Österreich und Italien rückt auf der 360-Grad-Plattform des Kleinen Matterhorns zum gigantischen Spektakel zusammen. Ein Berg-Abenteuer, für das niemand Klettereisen und Sicherungsseile braucht. Ein Ticket reicht. Seit November 2018 schwebt der „Glacier Ride“-Express auf die Bergstation in 3883 Metern.

Gerade 45 Minuten dauert die Fahrt in teils exklusiven Gondeln. Edelsteine von Swarowski zieren die von italienischen Designern entworfenen Glaskabinen. Ehrfurchtsvoll steigt ein Japaner im schwarzen Anzug in die Gondel ein. Gekleidet wie beim Theaterbesuch. Mitten zwischen Skifahrern mit Helm und Stiefel. In einigen Gondeln öffnet sich der Glasboden und gibt den Blick nach unten frei – ein großartiges Schauspiel. Naturtheater der Weltklasse.

Tatsächlich ist die „3-S-Bahn weltweit die höchste ihrer Art“, schwärmt Mathias Imoberdorf, der den Bau in hautnah verfolgte. „Oben auf dem Gipfel herrschte teilweise ein Wind von 200 Stundenkilometern bei einer Außentemperatur von 30 Grad minus“, zollt Imoberdorf den Bauarbeitern von 31 Firmen allerhöchste Achtung.

Die Schweizer setzen große Hoffnungen auf den neuen Tourismus-Magneten am Matterhorn. „Wir rechnen mit jährlich 450 000 Besuchern“, heißt es bei Zermatt-Tourismus. Zum Spektakel am Kleinen Matterhorn gehört auch ein „Eispalast“. Künstler haben tief unten in einem Naturgletscher Eisfiguren geschnitzt. Dieser Eispalast weckt Fantasien. „Uns liegt eine Anfrage der Uni Bern vor, ob man den Gletscherraum erweitern kann, um Verhältnisse wie auf dem Mond zu simulieren“, sagt Imoberdorf.

Die Fahrt zum Alpen-Balkon auf fast 4000 Meter Höhe über Zermatt ist ein Ganzjahreserlebnis. Im Sommer öffnen Hunderte von Kilometern an Wanderwegen die hochalpine Bergwelt. Im Winter lockt ein riesiges Skigebiet mit 360 Pistenkilometern, das gerade erst zum besten weltweit gekürt wurde. Wegen der Gletscher in den oberen Regionen ist Skilaufen an 365 Tagen im Jahr möglich.

Als Ganzjahres-Ziel wirbt auch das autofreie Zermatt für sich. Ein Dorf, in dem die Zeit stillzustehen scheint. Die Preise nicht. Eine schlichte Pizza beginnt bei 25 Franken. Dafür lockt das Alpen-Juwel mit Fotomotiven satt. Beim Gang durch die Gassen von Zermatt arbeiten Handys und Kameras am Anschlag.

Schon die Bahnfahrt im gläsernen Waggon von Visp nach Zermatt gerät zum Abenteuer. Spannung pur über Abgründen und tiefen Schluchten. Eine Fahrt mit Gottvertrauen in Schweizer Ingenieurskunst.

Und Ingenieure arbeiten schon an weiteren Visionen. „Eine Bergbahn über das Kleine Matterhorn hinaus bis nach Italien!“, schwärmt Imoberdorf vom Mega-Projekt. Nur das Matterhorn bleibt unberührt. Auf den 4478 Meter hohen Gipfel geht’s auch in Zukunft nur zu Fuß. Ein irgendwie beruhigendes Gefühl.

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Gunars Reichenbachs Chefkorrespondent / Redaktion Hannover
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