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NWZonline.de Ratgeber Reise

FRANKREICH: Internationales Flair in der Seeluft

16.09.2006

BAYONNE /BIARRITZ Bayonne, Biarritz, Saint-Jean-de-Luz und Hendaye liegen wie Perlen an der Schnur am Atlantik. Doch sie sind sehr unterschiedlich.

Von Daniela David BAYONNE/BIARRITZ - Bayonne und Biarritz, Saint-Jean-de-Luz und Hendaye – fast wie in einer Reihe liegen die vier Orte im französischen Baskenland am Atlantik. Besucher merken aber schnell: Jede Küstenstadt hat ihren ganz eigenen Charakter.

Über den Dächern von Bayonne flattert rot-weiß-grün die baskische Flagge. „Einst war Bayonne wie Venedig mit Kanälen durchzogen“, sagt Stadtführerin Isabelle Dupont. Doch diese Wasserstraßen sind längst zugeschüttet, heute flanieren hier Menschen, um einzukaufen.

„Beliebt ist unser ,Schinken von Bayonne’, auch wenn er in Wirklichkeit aus der Umgebung stammt“, sagt Isabelle. Bekannt ist Bayonne auch für Schokolade. Schwarz und bitter muss sie sein, so haben es die sieben Chocolatiers der Stadt schon vor Jahrhunderten so festgelegt.

In Bayonne wird aber nicht nur gerne gut gegessen, sondern auch gebetet – die Stadt ist eine Station auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Die gotische Kathedrale Notre-Dame hat schon viele Pilger gesehen. „Platz gibt’s ja genug, der Bau ist 80 Meter lang und hoch und 35 Meter breit“, flüstert Isabelle im Schiff der Kirche.

Internationales Flair liegt im Seebad Biarritz in der Luft. Der legendäre Jetset ist zwar verschwunden, doch manche Stars verbringen nach wie vor ihren Urlaub hier. Der Atlantik lockt die Wellenreiter.

„Biarritz ist stolz darauf, der erste Wellenreiter-Ort Frankreichs zu sein“, versichert Maylis Garrouteigt vom Tourismusbüro. 2008 soll sogar ein Museum rund um das Wellenreiten eröffnet werden.

Als Kaiser Napoleon III. hier weilte, brachte es Biarritz zu frühem touristischem Ruhm. Europas Adel kam, dann der internationale Geldadel, später Hollywood. Auf einer Stadttour können sich Touristen Hunderte von Villen ansehen, im Stil des Art déco ist das Casino am Strand gebaut. „Trotz der polyglotten Einflüsse ist Biarritz baskisch“, glaubt Maylis. Beweis dafür seien etwa die Stadien für die Cesta-Punta-Wettkämpfe. Dies ist eine von 20 Varianten von Pelote, des baskischen Spiels, das als schnellstes Ballspiel der Welt gilt.

Im Gegensatz zum noblen Biarritz wirkt das benachbarte Saint-Jean-de-Luz gemütlich. „Das ist ein richtiger Familienort“, sagt Isabelle Forget, die das Tourismusbüro leitet. „Da unsere Bucht mit Barrieren geschützt ist, brechen die großen Wellen nicht herein.

Kinder können sicher am Strand spielen, der direkt an die Altstadt grenzt.“ Ein neuer Wanderweg verbindet Saint-Jean-de-Luz mit dem südlich gelegenen Hendaye. 25 Kilometer weit zieht sich der Pfad über von Wellen umspülte Klippen, auf weiten Sandstränden, durch Ortschaften und Naturparks, meist mit Blick auf den Atlantischen Ozean. Eine Station ist die „Domaine d’Abbadia“. „Wir sind stolz auf den biologischen Reichtum unseres Parks“, strahlt Direktor Ganix Grabieres. Mitten im Park erhebt sich das einsam gelegene Chateau d‘Abbadia. Das Schloss ließ Antoine Abbadie im 19. Jahrhundert bauen.

Er hatte sich der Wissenschaft verschrieben und war ein Vorkämpfer für die baskische Sprache Euskara. Wahrscheinlich hätte er Freude daran gehabt, durch das heutige Hendaye zu schlendern, den letzten Ort vor der spanischen Grenze. Überall sind die Schilder zweisprachig beschriftet: in Französisch und im geheimnisvoll klingenden Baskisch.

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